Auf rund 1100 Kilometer vierspurige Bundesstraßen hat der Bundestag die Lkw-Maut ausgeweitet. Ab 1. Juli ist davon in Sachsen auch die B 169 zwischen dem Abzweig Zeithain / Glaubitz und dem derzeitigen Endpunkt des vierspurigen Ausbaus bei Seer hausen betroffen.

In Brandenburg trifft dies auf die B 101 im Landkreis Teltow-Fläming und die B 168 zwischen Cottbus und Peitz zu. Welche Auswirkungen es in der Region geben wird, bleibt abzuwarten.

Manuel Helbig, Chef der Cottbuser Straßenverkehrsbehörde, ist zurückhaltend: "Vielleicht ist das eine Chance, dass die Lkws gleich auf der Autobahn bleiben." Dennoch plant die Stadt gemeinsam mit dem Landkreis Spree-Neiße umfangreiche Verkehrszählungen.

Zunächst gilt die Maut für Lkws ab zwölf Tonnen. Zum 1. Oktober wird sie nochmals ausgeweitet. Dann gilt sie bereits für Lkws ab 7,5 Tonnen. In Cottbus-Willmersdorf wird das in jedem Fall näher beobachtet. Dort hat Möbel Höffner seinen Sitz direkt an der B 168 - das Unternehmen ist auf Lkw-Transporte angewiesen.

Tilo Lindner, Bau-Bürgermeister der Stadt Riesa, betont, dass man die Auswirkungen der neuen Bestimmungen und einen möglichen Ausweichverkehr genau analysieren werde. Bundesminister Alexander Dobrindt (CSU) ist von dieser Maut überzeugt. Mit diesem Geld will er eine Investitionswende einleiten, die Wachstum und Arbeitsplätze sichern solle.