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| 10:50 Uhr

Baustelle
Lkw ignorieren Umleitung an der B169

Lkw drängen sich am Donnerstagmorgen auf der engen Umleitungsstrecke an der B169
Lkw drängen sich am Donnerstagmorgen auf der engen Umleitungsstrecke an der B169 FOTO: Christian Taubert
Cottbus. Seit Donnerstagmorgen ist die Ortsdurchfahrt Allmosen voll gesperrt. Lkw-Transitverkehr soll auf den Autobahnen 13 und 15 bleiben. Klappt das? Die erste Erkenntnis vor Ort: Nein! Christian Taubert/bob

Seit Donnerstagmorgen ist die seit Wochen strapazierte Geduld der Berufspendler auf der B169 zwischen Cottbus, Senftenberg und Schwarzheide ein weiteres Mal gefragt. Mit den Sperrungen der Ortsdurchfahrten Allmosen und des Knotenpunktes Schorbus müssen sie sich gleich zweimal auf Umleitungsverkehr und Stau einstellen.

Für Pkw-Fahrer gibt es eine Umleitung über Lindchen und Großräschen. Der Lkw-Verkehr soll eigentlich über die Autobahn ausweichen. Eigentlich, denn am Morgen war vor Ort ganz anderes zu beobachten. Zwischen Lindchen, Leeskow und Woschkow drängen sich die Transitlaster auf der schmalen Umleitungsstrecke in den ohnehin beschwerlichen Pendlerverkehr.

Eine Anwohnerin in Woschkow sagt der RUNDSCHAU: "Das haben wir hier noch nie erlebt. Seit heute früh knattert ein Brummi nach dem anderen zehn Meter am Haus vorbei." Jetzt spüre man, wie es den Anwohnern an der B169 Tag und Nacht ergehe.

Nach Angaben von Streckenwart Martin Borner vom Landesbetrieb Straßenwesen hat sich unter den Transit-Fahrern per Funk schnell rumgesprochen, dass man auf der Umleitung durchkommt. "Das ist auf den schmalen Straßen und engen Ortsdurchsfahrten extrem gefährlich und kann so nicht weitergehen", sagt Borner, der an einer scharfen Kurve in Woschkow den Verkehr beobachtet.

Die B169 ist eine extrem wichtige Verkehrsader und Pendlerstrecke in Südbrandenburg. Aber sie hat sich zu einem Riesenproblem für Pendler und Anwohner entwickelt. Bei einer Sendung aus der Reihe "radioeins und RUNDSCHAU Spezial" in Klein Oßnig haben Politiker, Anwohner und Gewerbetreibende am Mittwochabend kontrovers über die Situation diskutiert.

Die ganze Sendung zum Nachhören gibt es hier: