Im Jahr 2007 sollen 289 Millionen und 2008 fast 265 Millionen zumeist zugunsten sozialer Vorhaben umgeschichtet werden, forderten Fraktionschef Peter Porsch und die Fördermittelexpertin Ingrid Mattern bei der Vorstellung des Konzepts "Investieren in Sachsens Zukunft".
Vorgesehen sind unter anderem die Einführung eines kostenfreien Vorschuljahres und Horts und die Einführung eines kostenfreien Mittagessens an Grundschulen für Kinder von Hartz-IV-Empfängern. Zudem soll ein Gemeindeschwesternprogramm aufgelegt werden. Die Linkspartei setzt bei ihrem Vorschlag nicht auf Mehrausgaben, sondern bewegt sich im Rahmen des von der Regierung geplanten Haushaltsentwurfes.
Mit dem Vorhaben einher geht eine Bündelung der bisherigen 15 Förderbereiche der Staatsregierung auf nur noch sechs: Arbeit und Beschäftigung; wirtschaftliche Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit; Wissen, Bildung, Kunst und Kultur; umweltgerechtes Leben und Wohnen; sozialer Zusammenhalt und Zivilgesellschaft. Dabei sollen die bisher 410 verschiedenen Förderprogramme in nur noch 45 gebündelt werden. "Damit schaffen wir einen beispiellosen Bürokratieabbau und eine Überwindung des unübersichtlichen Fördermittel-Dschungels", sagte Mattern. "Wir wollen damit zeigen, dass mit dem vorhandenen Geld mehr für die Zukunft Sachsens zu leisten ist."
Ein Gesamtpaket eines Alternativen Haushaltsentwurfes soll in einer Woche vom Haushaltspolitiker Ronald Weckesser vorgestellt werden.