"Für Kinder bis zu zehn Jahren muss es einen Rechtsanspruch auf Betreuung von mindestens neun Stunden am Tag geben", sagte der familienpolitische Sprecher der Fraktion, Falk Neubert, in Dresden. Die in einigen Landkreisen praktizierten Zugangsbeschränkungen - beispielsweise für Kinder von Arbeitslosen - sollen wegfallen.
Die Linksfraktion schlägt zudem vor, den so genannten Betreuungsschlüssel für den Kindergarten zu ändern, um den Erziehern eine Vor- und Nachbereitungszeit von vier Stunden pro Woche zu ermöglichen. Bislang kümmert sich eine Betreuerin um 13 Kinder, künftig sollen es zwölf sein. Um Kinder mit Entwicklungsdefiziten besser fördern zu können, soll die von Land gezahlte Pauschale für spezielle deren Betreuung um 900 Euro auf 2700 Euro pro Jahr erhöht werden. Für die Durchsetzung aller Vorschläge sind laut Neubert etwa 110 Millionen Euro im Jahr nötig. Das Geld könne durch Umschichtungen im Landeshaushalt aufgebracht werden. Der Gesetzentwurf wird kommenden Mittwoch in den Landtag eingebracht.
Derzeit nehmen etwa 98 Prozent der Kinder in Sachsen am Vorschuljahr teil, 60 Prozent gehen in den Hort. Die Elternbeiträge liegen in den Kitas zwischen 90 und 110 Euro im Monat. Für den Hortbesuch sind monatlich durchschnittlich etwa 55 Euro zu zahlen. (dpa/mb)