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| 15:10 Uhr

Linken-Fraktions-Chef kritisiert russisches Ostsee-Manöver

Das russische Atom-U-Boot „TK-208 Dmitri Donskoj“ fährt am 21.07.2017 bei Korsoer (Dänemark) durch die Meeresstraße Großer Belt. Das Atom-U-Boot fährt mit drei anderen russischen Kriegsschiffen durch dänische Gewässer, um am russischen Tag der Marine in St. Petersburg teilzunehmen.
Das russische Atom-U-Boot „TK-208 Dmitri Donskoj“ fährt am 21.07.2017 bei Korsoer (Dänemark) durch die Meeresstraße Großer Belt. Das Atom-U-Boot fährt mit drei anderen russischen Kriegsschiffen durch dänische Gewässer, um am russischen Tag der Marine in St. Petersburg teilzunehmen. FOTO: Nanna Navntoft (Ritzau Foto/AP)
Berlin. Die russische und chinesische Marine führen in dieser Woche ein großes Manöver in der Ostsee durch. Dafür gibt es Kritik – überraschenderweise aus der Linkspartei. bob

"Seit Dienstag sind auf der Ostsee drei chinesische Kriegsschiffe, ein russisches Atom-U-Boot und ein Raketenkreuzer an einem Manöver der russischen und chinesischen Marine beteiligt. Dieses Säbelrasseln weckt Erinnerungen an die Zeit des Kalten Krieges." Mit dieser Kritik hat der Fraktionsvorsitzende der Linkspartei im Bundestag, Dietmar Bartsch, am Donnerstag für Diskussionen im Netz gesorgt. "Die Ostsee muss gerade angesichts der angespannten weltpolitischen Lage ein Meer des Friedens werden", fordert Bartsch.

An dem russischen Manöver "Maritime Zusammenarbeit 2017" nehmen drei chinesische Marineschiffe teil, sagte ein Sprecher der Baltischen Flotte Russlands der Agentur Tass. Die aktive Phase der Übung sollte demnach am Dienstag mit Artillerieschüssen auf Ziele in der Luft und auf dem Wasser beginnen. Die chinesischen Schiffe waren am Freitag im Hafen von Baltijsk, dem Sitz der Baltischen Flotte, eingetroffen.

Das EU- und Nato-Mitglied Litauen kündigte an, die Übung genau zu beobachten. Die Nato hat in der vergangenen Woche in Rumänien, Ungarn und Bulgarien ihre diesjährige Großübung "Saber Guardian 17" durchgeführt. Teil des Manövers waren auch maritime Übungen im Schwarzen Meer. Rund 25 000 Soldaten aus 22 Nato-Staaten sind beteiligt.

Bartsch schloss auch die Nato in seine Kritik ein: "Sowohl Russland als auch die NATO-Staaten sollten die Ostsee nicht zum Schauplatz gegenseitiger Provokationen machen."