Hintergrund ist die "Hunderter-Liste". Ulbig habe in der Vorwoche im Landtag mitgeteilt, dass die Liste mit mutmaßlichen NSU-Helfern Sachsen schon am 5. Oktober erreiche, betonte Hahn. Deshalb grenze es an "Sabotage der Aufklärungsarbeit", wenn dann weder die Parlamentarische Kontrollkommission am 9. Oktober noch der Innenausschuss am 11. Oktober darüber unterrichtet werde .

Nach Medienberichten stehen auf der Liste neben den zwölf von der Bundesanwaltschaft beschuldigten mutmaßlichen NSU-Helfern 85 weitere Personen, die Kontakt zum Terrortrio oder zu dessen engsten Helfern gepflegt haben sollen. Die Liste soll Namen früherer Weggefährten des Neonazi-Trios aus dem Thüringer Heimatschutz, von Leuten aus dem "Blood and Honour"-Netzwerk und auch mehrerer Funktionäre der rechtsextremen NPD enthalten.