Selbst ist die Landtagsabgeordnete an der Freien Universität Berlin im Fachbereich Politik eingeschrieben. Seit 2009 studiert Vandré dort- und wie sie in der Pressekonferenz berichtete, habe sie nun, nach knapp sieben Jahren, auch ihre Bachelorarbeit eingereicht.

Die hochschulpolitische SprecherinVandré hob bei der Bilanz ihrer Sommertour vielmehr die Mitbestimmung von Studierenden in Hochschulgremien hervor - es sei ein "Coup" der ehemaligen Wissenschaftsministerin Sabine Kunst (SPD) gewesen, ihnen ein Drittel der Sitze in den einschlägigen Gremien zuzubilligen. "Das sorgt jetzt aber für Ärger bei den wissenschaftlichen und sonstigen Mitarbeitern", sagte Vandré.

Wenig Durchschlagskraft hatten dagegen offenbar die neu eingeführten Ethik-Kommissionen. Sie entstanden aus der Forderung der Linken, eine "Zivilklausel" für die Forschung an den Universitäten ins Hochschulgesetz aufzunehmen. Demnach wäre Forschung zu militärischen Zwecken nicht möglich gewesen. Jetzt müssen die Ethik-Kommissionen entscheiden, ob sie ein Projekt zulassen. Doch in der Bewertung der Ethik-Kommissionen zögert die Abgeordnete. Denn auf Nachfrage musste sie einräumen, dass es bislang an keiner einzigen Hochschule auch nur einen Fall gegeben habe, wo die Kommissionen zusammentraten. Einsetzen will sich Vandré nach der Sommerpause dagegen für die Einführung des Promotionsrechts an Fachhochschulen und eine Personalvertretung für studentische Hilfskräfte. Die Möglichkeit einer Personalvertretung müsse für alle Hochschulangehörigen gegeben sein, forderte die Abgeordnete.