Unmittelbar zuvor hatte sich die Parteispitze mit dem Thema beschäftigt und sich noch einmal von Wissenschaftsministerin Sabine Kunst (parteilos) aus erster Hand informieren lassen. Der Vorstand verlangte eine kritische Begleitung des Vorhabens.

Über den Gesetzentwurf zur Neugründung einer Universität aus den bestehenden Hochschulen in Cottbus und Senftenberg stimmt in der nächsten Woche der Landtag abschließend ab. Den Beschluss hatte das Kabinett Mitte Oktober gefasst. Danach soll die „Brandenburgische Technische Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg“ am 1. Juli dieses Jahres eröffnet werden. In sie werden die Fakultäten und Studiengänge der bestehenden BTU Cottbus und der Hochschule Lausitz in Cottbus und Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz) übergehen.

Die Regierung verspricht sich vor allem von dem angestrebten Schwerpunkt Energie eine vielversprechende Entwicklung und gibt der gegenwärtigen Struktur keine Zukunft. Vor allem an der BTU Cottbus regt sich gegen die Pläne seit deren Bekanntwerden im Februar vergangenen Jahres heftiger Widerstand. Eine Volksinitiative sammelte mehr als 42 000 Unterschriften.

Der Vorstand der Linken begrüßte am Samstag das Bemühen der Landtagsfraktion, in den vorliegenden Gesetzentwurf Forderungen der Volksinitiative und kommunaler Vertretungen aufzunehmen. Alle Hochschulstandorte in der Lausitz müssten dauerhaft erhalten bleiben und die Studenten „unverzüglich in den Prozess einbezogen werden“. Überdies sei die Akzeptanz für das Reformvorhaben zu erhöhen.