"In mehreren Landkreisen gibt es Anzeichen, dass sich die Polizei in den Grundschulen mangels Personal aus der bisher von ihr gemeinsam mit den Schulen und den örtlichen Verkehrswachten durchgeführten Radfahrausbildung in den dritten beziehungsweise vierten Klassen zurückzieht", erklärte gestern die verkehrspolitische Sprecherin Anita Tack in Potsdam. Dies gehe auf Kosten der Sicherheit von Kindern, die ihren Schulweg mit dem Fahrrad zurücklegen. "Die Verantwortung für die Verkehrserziehung liegt bei den Schulen", erklärte dagegen die Sprecherin des Innenministeriums. Die Polizei unterstütze diese Arbeit mit der Radfahrausbildung und -prüfung im Straßenverkehr. "Damit erfüllt die Polizei auch künftig alle ihr im Bereich der Verkehrserziehung obliegenden Aufgaben." Die Radfahrausbildung sei nicht in Gefahr, sagte der Sprecher des Brandenburger Bildungsministeriums. "Wir haben kein flächendeckendes Problem." Es handele sich um Einzelfälle an Schulen, bei denen die Betroffenen und das Bildungsministerium nach Lösungen suchten. Der Sprecher des Bildungsministeriums betonte, Prävention und Aufklärung an Schulen sei eine rein freiwillige Aufgabe der Polizei. dpa/das