Die Abschaffung dieser Nahbereichsebene sei deutschlandweit einmalig und verstoße gegen den Verfassungsgrundsatz, "in allen Landesteilen gleichwertige Lebens- und Arbeitsbedingungen zu schaffen und zu erhalten" (Artikel 44). Dabei habe die SPD/CDU-Koalition undemokratisch "durchregiert", ohne den Landtag angemessen zu beteiligen. Nach dem Willen der Landesregierung sollen künftig alle Grund- und Nahbereichszentren zugunsten von Mittel- und Oberzentren wegfallen. Von dieser Einteilung hängt unter anderem ab, wie viel Geld die Kommunen von Landesseite erhalten und welche Angebote sie ihren Bürgern machen können. Dazu zählen Schulen, Behörden, Gesundheits-und Freizeiteinrichtungen sowie Einkaufsmöglichkeiten. Die alte Landesplanung hatte vormals 152 Gemeinden als zentrale Orte ausgewiesen; jetzt soll es noch neben der Metropole Berlin und den vier Oberzentren Potsdam, Cottbus, Brandenburg/Havel und Frankfurt (Oder) 34 Mittelzentren geben. Dazu kommen 16 Orte, die sich die Funktionen eines Mittelzentrums teilen. Der all dies regelnde Landesentwicklungsplan Berlin-Brandenburg tritt voraussichtlich im Frühjahr auf dem Verordnungsweg in Kraft. Der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion, Wilfried Schrey, wies die Darstellung zurück. Alle Regionen hätten die Möglichkeit bekommen, Stellungnahmen abzugeben oder sich in Konferenzen zu äußern. Die Linken hätten keine alternative Lösung vorgelegt und damit gezeigt, "dass sie den Menschen alles versprechen, aber keine vernünftigen Lösungen haben".