Landespolitisch wolle die Linke für die Aufrechterhaltung des Nachtflugverbots am Großflughafen in Schönefeld sorgen oder auch weiterhin - gegen die Pläne der Bundeswehr - für eine zivile Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide kämpfen.
Mit mehr als 3100 Kandidaten stelle sie rund 30 Prozent mehr auf als zur Wahl 2003, sagte Nord, der in diesem Jahr erstmals einen Wahlkampf der Landespartei leitet. Es sei ihr Ziel, mindestens so gut wie damals abzuschneiden, als die frühere PDS 21 Prozent der Stimmen holte. Unter dem Motto "Original sozial" will die Linke Vorschläge gegen die wachsende Kinderarmut machen sowie für eine bessere Bildungspolitik streiten. Gleichzeitig grenzt sich die Partei mit dem Motto gegen die SPD ab, der Nord vorhielt, in vielen sozialen Fragen nur die Kopie und nicht das Original zu sein.

Wahlkampf: kurz, knapp, hart
"Der Landesverband ist gut aufgestellt", unterstrich der Parteichef. Er werde in den "kurzen, knapppen und harten" Wahlkampf rund 160 000 Euro investieren, etwa so viel wie die SPD. Anders als früher verzichte die Linke auf einen frühen Start, sondern konzentriere sich stärker auf den Endspurt. So sollen sich ihre Aktivitäten während der letzten drei Wochen vor dem 28. September steigern und "in einen 48-Stunden-Dauerwahlkampf münden". Bis zu 20 Prozent der Wähler entschieden sich erst in der Wahlkabine, begründete Nord das Konzept.
An Material werden den Angaben zufolge rund 25 000 Themen- und mehr als 15 000 Personenplakate eingesetzt. Dazu kommen 400 000 Exemplare einer Wahlkampfzeitung. Zufrieden äußerte sich Nord über die Mitgliederentwicklung. So habe es im laufenden Jahr 189 Neueintritte gegeben; insgesamt zähle die brandenburgische Linke 9231 Mitglieder, mit einem Altersdurchschnitt von 68 Jahren. In etwa zehn Jahren könnte sich die Mitgliederzahl bei schätzungsweise 7000 stabilisieren.

Prominente Unterstützer
Von den 827 Kandidaten für die Kreistage und Stadtparlamente in den vier kreisfreien Städten sind nach Parteiangaben 203 parteilos. Für die Gemeinde- und Stadtverordnetenversammlungen gebe es 1710 Kandidaten, von denen 616 keiner Partei angehörten. Prominente Unterstützung erhält die Partei im Wahlkampf von den beiden Bundesvorsitzenden Lothar Bisky und Oskar Lafontaine sowie dem Fraktionschef im Bundestag, Gregor Gysi.
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