Das wurde mit einem einstimmig gefassten Beschluss auch den anderen Gliederungen des Landesverbandes empfohlen, bestätigte die Partei gestern. Zu den Betroffenen gehören die Landtagsabgeordneten Roland Weckesser und Ingrid Mattern, die auch im Dresdner Stadtrat sitzen.
Die innerparteilichen Aus ein andersetzungen eskalierten im vergangenen Jahr offen, als die Linke-Fraktion im Dresdner Stadtrat am Verkauf der städtischen Wohnungsbaugesellschaft zerbrach. Die Gegner des Verkaufes, unter ihnen Landesvorsitzende und Landtagsabgeordnete Cornelia Ernst, bilden jetzt die Fraktion Die Linke. Die Befürworter, die in der Linksfrak tion.PDS sitzen, hatten kürzlich bei der Wahl der Fachbürgermeister Kandidaten von CDU und FDP unterstützt. Damit sei die eigene Partei desavouiert worden, wurde Ernst gestern zitiert. Zudem hatte Weckesser im Sommer öffentlich die Landtagsfraktion kritisiert: „Regierungsfähig wird man nicht durch Stampfen mit dem Fuß. Nötig sind vernünftige Programme statt unglaubwürdiger Maximalforderungen.“
Weckesser zufolge ist der Beschluss des Landesvorstandes juristisch nicht angreifbar. „Ich gehe nicht freiwillig“ , sagte er gestern. Er habe ein gutes Gewissen gegenüber der Partei und sich selbst. Seine Kollegin Mattern sprach mit Blick auf den Beschluss von „Schmalspur-Pluralismus“ . Das sei nicht das, wofür die Partei nach der Wende angetreten war.
(dpa/das)