Es müsse Schluss sein mit dem geltenden Anschlusszwang an das zentrale Leitungsnetz, sagte die verbraucherpolitische Sprecherin, Renate Adolph, gestern vor Journalisten in Potsdam. Stattdessen müssten dezentrale Anlagen zugelassen werden.
Durch den Bau von überdimensionierten Kläranlagen sei das Land Brandenburg im Abwasserbereich bundesweit der "unrühmliche Schuldenkönig". Auch hätten die meisten anderen neuen Länder längst erkannt, wie wichtig dezentrale Anlagen seien. Durch die falsche Abwasserpolitik gebe es heute einen Schuldenstand von über einer halben Milliarde Euro, sagte Adolph. Das 1999 mit einem Gesamtvolumen von 166 Millionen Euro eingeführte Abwasserschuldenmanagement laufe Ende 2008 aus. (dpa/mb)