Die Wirtschaftsingenieurin ist seit 2006 FDP-Mitglied.Mayer war nach heftiger parteiinterner Kritik nicht wieder angetreten. Sie war seit November 2006 LFS-Vorsitzende und hatte seither eine Neuwahl aus formalen Gründen blockiert. Mittlerweile läuft gegen sie auf Betreiben der FDP-Spitze ein Parteiausschlussverfahren, den Antrag ans Präsidium hatte Justizminister Jürgen Martens gestellt. Den Vorwand liefert ein Interview mit der RUNDSCHAU. Darin hatte Mayer Parteichef Holger Zastrow vorgeworfen, Frauenpolitik sei nicht gerade dessen Domäne. So seien unter den 14 Landtagsabgeordneten nur zwei Frauen, nachdem die Leipzigerin Isabel Siebert als Pressesprecherin ins Wirtschaftsministerium gewechselt sei. FDP-General Torsten Herbst warf ihr einen "Rachefeldzug” gegen die Parteispitze vor, da sie als Landesbeamtin die FDP-Spitzenpolitiker mehrfach um eine Beförderung gebeten habe, das Ansinnen aber abgelehnt worden sei. Bei der LFS habe "massive Unzufriedenheit” mit der Arbeit Mayers geherrscht. Herbst: "Sie begriff die Vereinigung als eine Art Privatveranstaltung." Mayer erklärte gestern, sie habe sich "stets für Chancengleichheit und Frauenförderung eingesetzt”. Die Dresdner Staatsanwaltschaft prüft derzeit den Fall. sh