Nachfolgend werden einige von ihnen erklärt:

AdBlue: AdBlue ist der Handelsname einer qualitativ hochwertigen, standardisierten und synthetisch hergestellten wässrigen Harnstofflösung. Mit ihr werden bei der BLUETEC-Dieseltechnologie die Stickoxid-Emissionen reduziert. AdBlue ist unschädlich, farb- und geruchslos. In Fachsprache heißt die Technik Selective Catalytic Reaction-Technologie (SCR). (Siehe auch BLUETEC).

Aufladung: Ein Verfahren zur Leistungssteigerung des Verbrennungsmotors oder zur Steigerung des Drehmoments. Dabei verdichtet eine zusätzliche Arbeitsmaschine (z. B. Kompressor, Turbolader) die für den Verbrennungsprozess benötigte Luft vor, sodass dem Motor eine größere Luftmasse zugeführt werden kann. Gleichzeitig kann die dem Motor zugeführte Kraftstoffmasse erhöht werden mit dem Ergebnis, dass Drehmoment und Leistung ansteigen. Auf diese Weise können ohne Leistungsverlust im Hubraum kleinere Motoren eingesetzt und so der Kraftstoffverbrauch gesenkt werden. Dieses sogenannte Downsizing wird derzeit beispielsweise bereits im VW- Konzern genutzt (siehe Downsizing).

Biodiesel: Bei der Biodiesel-Herstellung werden Öle zu Kraftstoff umgewandelt. Dazu eignen sich prinzipiell fast alle Pflanzenöle, z.B. aus Raps, Sojabohnen oder Jatropha-Nüssen, sowie tierische Fette und Altspeiseöle. In Europa besteht Biodiesel zumeist aus Rapsölmethylester, der aus Rapsölsamen gewonnen wird. Biodiesel kann entweder in Reinform getankt oder derzeit bis zu fünf Prozent herkömmlichen Kraftstoffen beigemischt werden.

Biomasse: Der Rohstoff für Biokraftstoffe, besteht zum Einen aus organischem Restmaterial aus der Land- und Forstwirtschaft. Zum Anderen kann Biomasse auf Brachflächen mit anspruchslosen, schnell wachsenden Pflanzen angebaut werden. Verwendbare Biomasse sind zum Beispiel Holzschnitzel, Restholz, Altpapier, Pappe, Rindenmulch, Biokompost, Torf, Stroh, Maiskolben, Nussschalen, Olivenkerne, Heu, Chinaschilf, Ziergräser, Laub.

BLUETEC: Eine von Mercedes-Benz entwickelte Technologie, die es dem Dieselmotor ermöglich, auch künftig strengste Abgas-Grenzwerte einhalten zu können. Es ist ein modulares Abgas-Reinigungssystem, das die Stickoxide um bis zu 80 Prozent reduziert. Stickoxide sind die einzige Abgas-Komponente, die heute bei Dieselmotoren konzeptbedingt noch über dem Wert von Benzinern liegt. Mercedes bietet die Technologie seit 2005 serienmäßig in Nutzfahrzeugen an. Seit Herbst 2006 gibt es die E-Klasse als BLUETEC-Auto in den USA. Noch in diesem Jahr bringt Mercedes-Benz die Technologie auch nach Europa. Die im Herbst 2006 mit VW und Audi gegründetet BLUETEC-Allianz wurde jetzt vom Volkswagen-Konzern wieder aufgekündigt.

Brennstoffzelle: Das Prinzip der wasserstoffbetriebenen Brennstoffzelle wurde vom englische Physiker Sir William Grove im Jahre 1839 entdeckt. In der Brennstoffzelle findet eine kontrollierte chemische Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff statt, bei der elektrische Energie und Wärme freigesetzt werden und lediglich chemisch reiner Wasserdampf emittiert wird. Die Brennstoffzelle ist wie ein Sandwich aufgebaut: Zwischen zwei gasdurchlässigen Elektroden aus Grafitpapier sitzt der Elektrolyt, eine protonenleitende Kunststoffmembran (PEM). Da eine einzelne Zelle nur eine geringe Spannung erzeugt, werden mehrere Zellen zu Stacks (Brennstoffzellen- Stack) hintereinander geschaltet. Die vom Stack erzeugte elektrische Energie treibt den Elektromotor des Fahrzeugs an.

BTL (Biomass-to-Liquid): Synthetische Kraftstoffe, zu deren Herstellung alle Arten von Biomasse als Ausgangsstoff genutzt werden können. Siehe „Synthetische Kraftstoffe“.

CO2 (Kohlenstoffdioxid): Farb- und geruchloses Gas, das neben Wasser als Endprodukt aller Verbrennungsvorgänge entsteht und derzeit als Klimaschädling mächtig in der Diskussion ist. Kohlendioxid ist auch ein natürlicher Bestandteil der Atmosphäre. Der natürliche Kohlenstoffkreislauf wird durch die Nutzung fossiler Energieträger (Kohle, Öl und Erdgas) gestört. Denn Pflanzen nehmen beim Wachstum CO2 aus der Luft auf. Bei der Verbrennung von Biokraftstoffen gelangt also kein zusätzliches, aus fossilen Erdölquellen stammendes CO2 in die Atmosphäre.

DiesOtto: Der DiesOtto (auch Combined Combustion System oder Combined Combustion Engines) ist eine Kombination aus Diesel- und Ottomotor. Der DiesOtto vereint die Vorteile eines Diesels in Punkto Sparsamkeit und Drehmoment mit der Sauberkeit eines Benziners. Der DiesOtto ist zwar noch Zukunftsmusik, liegt aber nicht mehr so fern und hat Chancen zur Realisierung.

Direkteinspritzung: Bei der Direkteinspritzung entsteht das Verbrennungsgemisch erst in den Brennräumen eines Diesel- oder Benzinermotors. Der Kraftstoff wird mit Hilfe eines Injektors mit hohem Druck in die Zylinder eingespritzt. Ziel der Direkteinspritzung ist, den Kraftstoffbedarf zu reduzieren.

Downsizing: Bezeichnung für den Einsatz kleinerer Motoren, die durch Aufladung eine höhere Verdichtung und ein höheres Leistungsniveau erreichen.

Ethanol: Durch Oxidation von Ethan entstehender Alkohol. Ethanol wird meist durch Gärung aus Naturprodukten gewonnen, kann aber auch synthetisch hergestellt werden. Ethanol eignet sich grundsätzlich als Kraftstoffkomponente und wird in dieser Eigenschaft z.B. herkömmlichen Kraftstoffen beigemischt. (Siehe Flex Fuel).

EURO 4, EURO 5: Von der Europäischen Union (EU) festgelegte Abgasnormen für Motorfahrzeuge. Sie bestimmen Grenzwerte für die im Abgas enthaltenen Schadstoffe, Kohlenmonoxid, Stickoxide, Kohlenwasserstoffe, und Partikel (Diesel). Ab dem 1. September 2009 wird die derzeitige EURO-4-Norm durch die noch strengere EURO-5-Norm abgelöst.

Flex Fuel: Flex-Fuel-Motoren können mit einem Kraftstoffgemisch aus Benzin und bis zu 85 Prozent Ethanol betrieben werden. Flex Fuel Fahrzeuge gibt es momentan vor allem in Brasilien, Schweden und den USA. Für die speziellen Anforderungen des Kraftstoffgemischs muss eine entsprechende Infrastruktur vorhanden sein.

GTL (Gas-to-Liquid): Bezeichnung für synthetische flüssige Kraftstoffe, die aus Erdgas gewonnen werden. (Siehe Synthetische Kraftstoffe).

Hybrid: Als Hybridantrieb wird die Kombination von zwei oder mehreren unabhängigen Antriebseinheiten (z. B. Verbrennungsmotor und Elektromotor) bezeichnet. Durch den Betrieb des Elektromotors als Generator kann während der Brems- und Verzögerungsphasen des Fahrzeuges eine Rückgewinnung von Energie erfolgen, die in einer Batterie zwischengespeichert wird. Dadurch lassen sich vor allem in innerstädtischen Bereichen bei häufiger Stop-and-Go-Fahrt deutliche Verbrauchseinsparungen erzielen. Vorreiter beim Hybrid in Serienfahrzeugen ist der japanische Autokonzern Toyota.

Partikelfilter: Der Partikelfilter, auch Diesel- oder Rußpartikelfilter genannt, reduziert Partikel wie Ruß oder unverbrannte Kohlenwasserstoffe in den Abgasen von Dieselmotoren.

Stickstoffoxid (NOx): Farb- und geruchloses Gas, das in Gegenwart von Sauerstoff schnell in NO2 übergeht. NO2 ist ein rotbraunes, stechend riechendes, giftiges Gas. Stickstoffoxide entstehen bei allen Verbrennungsvorgängen aus dem Stickstoff der Luft. Sie tragen zur Bildung von saurem Regen bei und sind mitverantwortlich für die Bildung von bodennahem Ozon.

Synthetische Kraftstoffe: Kraftstoffe, die in einem speziellen Verfahren aus Biomasse hergestellt werden. Sie sind chemisch sehr rein und verbrennen deshalb schadstoffarm. Zudem sind sie weitgehend CO2-neutral, da das beim Verbrennen freigesetzte Kohlendioxid zuvor von den Pflanzen aus der Luft entnommen wurde. Diese Kraftstoffe können entweder aus Erdgas („Gas-To-Liquid“, GTL) oder aus Rest- und Abfallbiomasse sowie so genannten Energiepflanzen („Biomass-To- Liquid“, BTL) hergestellt werden.

Wasserstoff: Energieträger für Brennstoffzellenfahrzeuge, der meist in Wasser oder Kohlenwasserstoffen wie Methanol gebunden vorliegt. Kann mit Hilfe von regenerativer Energie weitgehend CO2- neutral erzeugt werden. Grundsätzlich ist Wasserstoff in Verbrennungsmotoren wie auch in der Brennstoffzelle einsetzbar, wobei nur der Einsatz in der Brennstoffzelle emissionsfrei ist. Darüber hinaus ist der Wirkungsgrad der Brennstoffzelle in etwa doppelt so hoch wie der eines Verbrennungsmotors. Wasserstoff kann bei -253 Grad Celsius in flüssiger Form oder unter einem Druck von 350 bar in Gasform in Tanks gespeichert werden.