Zum Kommentar „Richtungswahl für Europa“ (LR vom 20. Mai)

Die kommende Europawahl ist besonders wichtig. Diesbezüglich hat Ihr Kommentator recht. Jeder sollte sein Wahlrecht in Anspruch nehmen; sich aber zuvor genau informieren, für was die jeweilige Partei steht. Also, Statut und Wahlprogramm lesen; man kann ja heute alles bequem im Internet erfahren. Ich selbst möchte keine offenen EU-Außengrenzen, so wie es Grüne und Die Linke wollen! Durch unkontrollierte Zuwanderung wird die EU in recht kurzer Zeit dermaßen destabilisiert, dass die Identität, unser Wohlstand und die Sicherheit verloren gehen. Das ist keine Panikmache, sondern wird Realität. Wenn die EU-Außengrenzen sicher wären, dann sind natürlich die offenen EU-Innengrenzen für freies Reisen, Wirtschaft und Handel von Vorteil. Dann bleibt zwar noch die (innere) Grenzkriminalität, die ist aber für die EU-Staaten nicht so gefährlich wie unkontrollierte Zuwanderung von außen. Statt mehr Geld für Militär, mehr Geld für Afrika vor Ort einsetzen, damit der Magnet „Europa“ an Anziehungskraft verliert.

Ein zweiter wichtiger Punkt ist, und da muss Deutschland besonders aufpassen: Es darf zu keiner Verallgemeinerung der Schulden zwischen den EU-Staaten kommen; würde im Klartext bedeuten, dass unser „Wohlstand“ sinkt, dafür bei anderen steigt. EU ja, aber jeder hat seine Schulden selbst abzutragen, die er gemacht hat. Genau so ist es ja im Leben der Bürger, im Großen wie im Kleinen.

Lothar Reich, Heideblick