Das hat der Bundesgerichtshof im Februar 2016 bestätig. Damit hat Hübner endgültig sein Amt verloren, denn verurteile Straftäter können nicht Beamte sein oder werden.

Trotzdem ist er zur Wahl angetreten und hat in der Stichwahl rund 4500 Stimmen bekommen, seine Konkurrentin erhielt aber auch rund 3500 Stimmen. Das sind sicher 1000 Wähler Unterschied. Aber weder Herr Hübner noch Frau Nedoma vermochten es, die rund 7000 Nichtwähler zu gewinnen. Warum ist reine Spekulation! Aus dem Wahlergebnis aber nun lautstark die Abwahl oder den Rücktritt einzelner Stadtverordneten oder gar der gesamten Stadtverordnetenversammlung zu fordern, ist abenteuerlich. Die in der Presse genannten 170 Demonstranten (ein Prozent der Gubener Bevölkerung) können nicht irgendeine Mehrheit für sich aus der Wahl am 17. Juli ableiten. Vielmehr drängt sich die Frage auf, mit welchem Recht demokratisch gewählte Stadtverordnete aus dem Amt gebrüllt werden sollen? Wer steckt hinter dieser gefährlichen Forderung? Gefährlich deshalb, weil es der Ruf nach einem anderen System ist. Weg mit der demokratischen Kontrolle! Wir legen fest, was die Mehrheit ist!

Im Talmud schon steht: "Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte. Achte auf deine Worte, denn sie werden Taten!"

Wir Gubener sollten besonnen sein und bleiben. Es ist der Rechtsstaat am Zug. Anarchie ist keine Antwort. Wer rechtschaffene Stadträte beschimpft, betreibt eine weitere Spaltung unserer schönen Stadt. Das kann niemand wollen!