Zu „CDU in Brandenburg und Sachsen streitet über Nähe zu Putin“ (LR vom 11. Juni):

Ich finde es super, dass sich Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer mit Putin trifft und sich für ein Ende der Wirtschaftssanktionen ausspricht. Wir müssen uns nach 30 Jahren endlich von den Bevormundungen der CDU und den westdeutschen Großkonzernen abnabeln und uns selbst kümmern, um unsere Wirtschaft anzukurbeln. Auf Aufträge aus den alten Bundesländern brauchen wir nicht zu warten, die Firmen wollen selbst ihre Waren (hier) verkaufen. Die jahrelangen guten Wirtschaftsbeziehungen mit Russland wieder auf- und ausbauen, das sollte unser Ziel sein. Viele Betriebe hatten vor den Sanktionen volle Auftragsbücher, ich denke nur an Kreisel in Krauschwitz oder den Melkmaschinen Hersteller Impulsa aus Elsterwerda. Durch die Sanktionen, welche der Westen gegen Russland beschlossen hat, waren sehr viele Firmen im Osten nahe der Pleite. Es wird immer festgestellt, dass wir im Osten immer noch nicht die Wirtschaftsleistung wie in den alten Bundesländern erreichen. Wie auch, wenn wir nur die verlängerte Werkbank sind. Außerdem bin ich (wie Kretschmer) der Meinung, man muss miteinander reden und nicht Panzer an der Grenze aufbauen. Es wird ja gern die Krim als Grund der Sanktionen angeführt. Bis 1954 gehörte sie zu Russland, bevor Chruschtschow sie an die Ukraine verschenkte(?). Der allergrößte Teil der Bevölkerung der Krim war für die Angliederung zu Russland. Bevor sich die Nato dort etabliert, musste Putin schnell handeln.

Übrigens sollte es nach der Wende keine Nato Osterweiterung geben. Nun stehen die Panzer schon vor Russland, und ganz vorn wieder deutsche Panzer, prima!

Reiner Bresnick, Neisse-Malxetal