Zum geplanten Umzug des Wissenschaftsministeriums nach Cottbus (LR vom 18.4./19.4.)

Was sich zur Zeit in den Ministerien von Herrn Woidke abspielt, sollte allen Bergleuten in der Lausitz zu denken geben.

Beamtete Arbeitsplätze sollen in der Lausitz die bestehenden ersetzen? Das kann nicht wahr sein! Und doch wirft es ein besonderes Licht auf die Situation nach dem Bericht der Kohlekommission und vor den anstehenden Wahlen in Brandenburg. Es ist nur Aktionismus der Landesregierung, ohne dem wirklichen Ziel, der Schaffung von adäquaten Arbeitsplätzen, auch nur einen kleinen Schritt nahezukommen. Selbst die Ankündigung der Erweiterung des Ministeriums um 100 Arbeitskräfte wirft zu diesem Zeitpunkt ein bezeichnendes Licht auf die Denkweise unserer verantwortlichen Politiker. Eine Aufblähung von Ministerien ist und bleibt das falsche Signal in einer Region, in der Werte geschaffen und auch in der Zukunft wieder geschaffen werden sollten.

Und was zum Schluss an geschaffenen Arbeitsplätzen übrig bleiben wird, wenn doch das gesamte Ministerium umzieht (man muss auch Beamte materiell motivieren), sieht so aus: ein Betriebselektriker, ein Hausmeister, zwei IT Fachleute, sowie drei Personen für das Catering und drei für die Reinigung der Flure und Büroräume in dem neuen Ministerium. Vielen Dank, Herr Woidke!

Georg Hentschel, Lauchhammer