Das ist eine Frage der Gerechtigkeit, muss der Grundsatz sein. Wer das nicht beherzigt, stört bewusst, vorsätzlich den sozialen Frieden in der Stadt, schürt Ungerechtigkeit. Nur einen kleinen Teil der Bevölkerung zur Kasse zu bitten, für öffentliche Ausgaben, wo aber alle partizipieren, müsste schon der normale Menschenverstand verbieten, zumal es ja vom Land noch 2 weitere, bessere Möglichkeiten für die Entscheidung gab. Informationen einholen, nachdenken, Kompetenz walten lassen, Folgen der Entscheidung prüfen, Sachverstand walten zu lassen vor der Abstimmung im Stadtparlament, ist auch für Ehrenamtliche Pflicht. Das gilt auch für die SPD, Linke und AUB, denn wir benötigen verlässliche Stadtverordnete, keine so genannten "Umfaller, Wendehälse", sonst ist der Grat zwischen Macht und Ohnmacht ein sehr schmaler. Wer kommt nun für die sinnlosen Kosten der Bearbeiter und das über Jahre, die Einschreibebriefe, die schlaflosen Nächte Betroffener auf? Wieder wir Bürger? Herr Nicht und Herr Szymanski, haben bei der Wahl schon die Quittung bekommen für ihre Ignoranz. Parteidisziplin ist wie gesehen, im Stadtparlament fehl am Platze, sollte so nicht mehr praktiziert werden. Die Stadtverordneten sind ihren Wählern verpflichtet. Die damaligen Rechtsberater, sollten ihren Hut nehmen, um noch mehr Schaden von der Stadt abzuwenden.

Verkehrschaos vor dem Bahnhof befürchtet

RUNDSCHAU-Leser Dieter Zachow aus Cottbus beschäftigt sich in seiner Zuschrift mit den Bauarbeiten - mit besonderem Blick auf den Bahnhof - in der Stadt: Die in den letzten Tagen in der LR veröffentlichten Leserbriefe äußerten sich mit voller Berechtigung zu dem Pfusch bei sanierten Straßen und den damit verbundenen Verkehrsbehinderungen. Bisher gab es aber nur wenige Äußerungen zur Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes.

Ich hatte in einer öffentlichen Bürgerversammlung vor einigen Jahren meine Bedenken vorgebracht und erntete von den Vertretern der Stadt und dem damaligen Chef von Cottbusverkehr nur verständnisloses Kopfschütteln. Schon die Querung der Straßenbahn über die südliche Abfahrt kurz vor einer stark befahrenen Kreuzung mit erheblichem Rückstau, also auch über die Straßenbahnabfahrt hinaus, kann zu problematischen Verkehrssituationen führen. Dazu kommt der beschränkte Platz vor dem Bahnhof: Straßenbahnhaltestelle, Taxi, Busse, Parkplätze für Kurzzeitparker, Fahrradständer … Das alles soll dort untergebracht werden. Meine Meinung schon damals: Dafür braucht man drei Etagen! Ich sage besonders zu Stoßzeiten ein allgemeines Chaos voraus, was nach Cottbuser Erfahrungen nach Ende des Umbaus wieder allgemein beklagt werden wird.

Es stellt sich auch die Frage, wer hat eigentlich so großes Interesse an der Fläche des jetzigen, relativ zentrumsnahen Busbahnhofes? Erhofft man sich zusätzliche Einnahmen dadurch, dass Busbenutzer, um ins Zentrum zu gelangen, zur Straßenbahnbenutzung quasi gezwungen werden?

Die Parkplatznot für Pendler mit eigenem Fahrzeug wird erheblich wachsen. Das kompensiert auch der neu angelegte Parkplatz nicht. Dank der Schließung von Kolkwitz-Nord sind weitere Parkplätze erforderlich. Vorrang hat die Lösung dieses Problems. Möglich wäre eine Nutzung des ehemaligen Container-Bahnhofes im nördlichen Teil des Bahnhofes. Ob da aber eine Einigung mit der Bahn zustande kommt, steht in den Sternen. Problematisch halte ich auch den Baubeginn zeitgleich mit dem Bahnhofsumbau. Schon mal an die Baufahrzeuge gedacht?