Die Lausitzer verbringen den Heiligabend am liebsten mit der Familie, zumindest trifft das auf 76 Prozent der 539 Teilnehmer an der LR-Weihnachtsumfrage zu.

Knapp ein Drittel der Befragten muss aber erst ein ganzes Stück fahren, um die Liebsten in die Arme schließen zu können, da diese weit weg wohnen. Um die Strecke zurückzulegen, nutzen 82 Prozent das Auto, 17 Prozent steigen in den Zug und zwei Prozent ins Flugzeug. Mit dem Bus tritt keiner den Weg an.

Weihnachtsumfrage Teil 2.
Weihnachtsumfrage Teil 2.
© Foto: Schubert

Bus oder die Straßenbahn sind auch nicht die erste Wahl für die 346 Umfrage-Teilnehmer, die angegeben haben, dass die Familie nicht so weit weg wohnt. Nur sechs Prozent nutzen die öffentlichen Verkehrsmittel. Es gibt jedoch 20 Prozent, die Bus und Bahn nehmen würden, wäre die Anbindung besser.

Deshalb setzt sich die Mehrheit, 35 Prozent, ins Auto. 33 Prozent haben das Glück, dass die Familie oder die Freunde so nahe wohnen, dass der Weg zu Fuß bestritten werden kann. Weitere sechs Prozent schwingen sich aufs Fahrrad.

Weihnachtsdeko vom Vorjahr tut es auch

Wer zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs ist, der kann auch entspannt die weihnachtlichen Dekorationen an Bäumen, auf Balkons, in Vorgärten, Hecken oder Fenstern bewundern: Zu Weihnachten leuchtet alles dank Lichterketten, Schwibbögen oder beleuchteten Schneemännern.

Hier geht es zur Auswertung Teil eins:

Das jährliche Angebot an Blink-, Glitzer- und Hinstell-Utensilien ist immens. Doch muss es jedes Jahr etwas Neues sein, um Wohnung und Garten weihnachtlich zu dekorieren oder tun es im Sinne von Müllvermeidung und Nachhaltigkeit auch die Lichterketten, Räuchermänner  und Co. vom Vorjahr? Das wollte die Lausitzer Rundschau auch von den Teilnehmern der Weihnachtsumfrage wissen.

Von den 539 Personen, die mitgemacht haben, gaben 62 Prozent an, dass sie seit Jahren dasselbe nutzen und nur Neues kaufen, wenn etwas kaputtgegangen ist. 23 Prozent legen Wert auf stromsparende Lichterdeko und sonstige Deko aus Naturmaterialien.

Neun Prozent dekorieren ihr Haus bzw. ihre Wohnung gar nicht und sieben Prozent nehmen, was gefällt, um für weihnachtliches Leuchten zu sorgen und achten nicht darauf, woraus die Deko besteht oder ob sie besonders energiesparend ist.

Großteil geht nicht in die Kirche

Neben der Dekoration gehört für viele auch der Gang in die Kirche an Heiligabend und/oder den Weihnachtsfeiertagen zur Tradition. Bei 16 Prozent der Umfrageteilnehmer ist das so, allerdings ohne dass dahinter eine religiöse Haltung steht. Bei 13 Prozent der Befragten steckt christlicher Glaube hinter dem Kirchgang. Die Mehrheit der Teilnehmer, 71 Prozent, an der LR-Weihnachtsumfrage geben jedoch an, dass sie gar nicht in die Kirche gehen.

Wenn die Lausitzer Weihnachten in ein Wortpaar fassen müssten, welches wäre das? Für 66 Prozent bedeutet Weihnachten „Familie und Zusammensein“.

Ein Umfrage-Teilnehmer schreibt: „Weihnachten ist die Zeit, um auf das vergangene Jahr zurückzuschauen (...) und Pläne zu machen. Um mit Familie und Freunden gesellige Stunden zu verbringen und um einfach nur gelassen zu genießen.“

Konsumirrsinn zur Weihnachtszeit

Für immerhin 18 Prozent sieht Weihnachten ganz anders aus, hier beschreibt das Wortpaar „Konsum und Stress“ die Weihnachtszeit am ehesten.

Einige Teilnehmer machen ihrer Enttäuschung darüber in den Anmerkungen Luft. Da heißt es etwa: „Heute macht der Handel mit aggressiver Werbung jegliche Vorfreude kaputt“ oder „Leider nimmt der Konsumrausch immer mehr zu und die Besinnlichkeit leidet darunter“ oder „Weihnachten verkommt immer mehr zum Kommerz“.

Mit den Begriffen „Glaube und Besinnlichkeit“ verbinden neun Prozent das Weihnachtsfest. „Liebe und Rücksichtnahme“ sind für fünf Prozent die passenden Worte für die Weihnachtszeit. Für zwei Prozent ist es vor allem geprägt von „Rücksichtslosigkeit und Gerempel“.

Aber ganz unabhängig davon haben einige Lausitzer einen besonderen Wunsch: Schnee.