Im Zeichen der Klima Diskussion sollte über ein autofreies Stadtzentrum nachgedacht werden. Da die Stadtabgeordneten es in der Vergangenheit nicht geschafft haben, eine Einbahnstraßenregelung zu realisieren und immer den Busverkehr vorschieben, welcher nicht über die Fahrbahnhügel in der Hauptstraße fahren kann.

Eine Einbahnstraßenregelung würde viele Probleme im Stadtzentrum lösen und die Radfahrer könnten bedenkenlos die Fahrbahn nutzen (mehr Raum). Weiter müssten klare Parkregeln bestehen und auch durchgesetzt werden.

So parken zum Beispiel viele Fahrzeuge in zweiter Reihe, wobei die Parksituation im Marktumfeld (Bäcker Dreißig und vor den Banken) ins Auge sticht. Weiter könnte die Situation auf der gegenüber liegenden Seite entspannt werden. Die Krankentransporte könnten doch einen Park- und/oder Haltestreifen auf dem Markt bekommen.

Radfahrer haben genau die gleichen Ängste wie die im Beitrag angesprochenen Fußgänger. Und wenn genug Raum für die Radfahrer vorhanden ist, so wird dieser Raum auch genutzt. Getrennte Räume sollten auch gekennzeichnet sein, um eindeutige Regeln erkennbar zu machen.

Viele Städte kennzeichnen gefährliche Stellen besonders durch rote Markierungen auf den Fahrbahnen. Diese Kennzeichnungen wurden zum Beispiel auch beim neu gestalteten Houwald-Damm vergessen, wo Besucher der Schlossinsel auf den Gehweg laufen, ohne auf Radfahrer zu achten. Durch fehlende Markierungen ist nicht zu erkennen, dass es sich um einen Geh-/Radweg handelt.

Radfahrern sollte Raum gegeben werden und Autos sollten aus dem Stadtzentrum raus – Parkplätze im Umfeld sind vorhanden. Warum sollen Radfahrer ihr Rad schieben – dutzende Autos blockieren das Zentrum auf die eine oder andere Art.

Roland Bläsing, Lübben

Ärgernis in Lübben Radler auf den Gehwegen

Lübben

Da ich in Lübben oft als Fußgänger und auch als Auto- und Fahrradfahrer unterwegs bin, erlebe ich die aufgeworfenen Probleme aus drei verschiedenen Perspektiven.

Als Autofahrer bin ich froh über jeden Radfahrer, der, wenn es problemlos möglich ist, auf den Fußweg ausweicht und mache das als Radfahrer auch oft selber. Als Fußgänger habe ich erlebt, dass bei gegenseitiger Rücksichtnahme und Vorsicht, die gemeinsame Nutzung hier in Lübben auch meist sehr gut funktioniert.

Als absolut unüberlegte Aktion sehe ich die neuen „Schutzstreifen für den Radverkehr“ in der Frankfurter Straße. Dort wurde offensichtlich nicht bedacht, dass es völlig unmöglich ist einen Radfahrer auf diesen Streifen zu überholen und den vorgeschriebenen Abstand – „innerorts mindestens 1,5 Meter“ – einzuhalten.

Ich habe es mit dem Auto ausprobiert und musste immer wieder anhalten, um den Gegenverkehr nicht zu behindern, wenn ein Fahrrad auf diesem Streifen unterwegs war! Als Fahrradfahrer nutze ich dort meist weiter den Fußweg, wie es bisher möglich war.

Allerdings bin ich mir dann auch bewusst, dass ich nicht rasen darf und Fußgänger Vorrang haben. Wenn sich dort ein Lkw und ein Bus begegnen, hat kein Radfahrer mehr Platz auf der Straße! Hat denn das vorher niemand ausgemessen?

Und noch ein weiterer Gedanke zu der Problematik: Wenn Anwohner aus Lübben-Ost von der Bogenbrücke aus bis zur Aral-Tankstelle auf der falschen Seite auf dem Radweg fahren, sind sie weniger gefährdet, als wenn sie im Bereich der Bogenbrücke die Straße überqueren (um den neuen „Schutzstreifen“ zu benutzen) und dann bei der Tankstelle wieder rüber müssen.

Ich habe oft beobachtet, dass die Leute es da „wie immer“ machen – und wenn ein Rollator oder Kinderwagen entgegenkommt, wird auch abgestiegen! Also bitte jetzt nicht die Bußgeldkeule rausholen, sondern „leben und leben lassen“ und wie bisher Rücksicht aufeinander nehmen.

Andreas Meyer, Lübben

Das ist ein ernstes Thema. Erst vor Kurzem wäre ich bei der Ausfahrt aus einem Fahrweg fast mit einem Radfahrer kollidiert, der auf dem ohnehin schmalen und in reparaturbedürftigem Zustand befindlichen Fußweg in einer zügigen Geschwindigkeit auftauchte.

Als Fußgänger wird man sogar gelegentlich mit einem abfälligen Kommentar bedacht, wenn man nicht ausweicht; geklingelt wird ohnehin nicht. Ähnliches gilt für die Friedensstraße, sofern nicht über den Friedhof geradelt wird.

Auf dem eh sehr schmalen modernen Fußweg der neu erstellten Bahnhofstrasse wird es grotesk: Beschildert als Fußweg mit „Radfahrer erlaubt“ bedeutet das, dass Radfahrer den Weg nutzen dürfen, wenn sie Fußgänger nicht behindern.

Aber das Gegenteil ist der Fall: Die zweifarbige Pflasterung stimuliert radfahrende Mitmenschen offensichtlich, auf diesem Fußweg Vorrechte geltend zu machen.

Der gute Oberflächenzustand der Straße gegenüber der Cross-Strecke Bergstraße lässt dort noch nicht einmal den Komfort-Faktor als Grund heranziehen. Bitte halten Sie das Thema auf der Tagesordnung.

Uwe Neumann, Lübben