In der Covid-19-Krise werden die Ärzte*innen und Pflegekräfte oft als die Helden des Alltags bezeichnet.

Das will ich auch gar nicht in Abrede stellen. Allerdings erwähnt niemand die Erzieher, welche sich um die Kinder in den Notgruppen der Kitas kümmern. Im Gegensatz zu Ärzten*innen und Pflegekräften, können sich die Erzieher nicht schützen oder können Sie sich vorstellen einem Kleinkind mit Schutzanzug und Maske gegenüberzutreten.

Erzieher stehen also in direktem Kontakt mit den Kindern, müssen wickeln, werden angeniest und angehustet. Sie können nur hoffen, dass keines der Kinder das Virus in sich trägt. Mit einer Ansteckung nehmen die Erzieher das Virus dann leider auch mit in die eigene Familie.

Außerdem liegt der Altersdurchschnitt der Erzieher durchaus im oberen Bereich. In einer Cottbuser Kita arbeiten beispielsweise Erzieher über 50 oder haben Vorerkrankungen wie Asthma. Ist das überhaupt noch zulässig?

Also für mich stehen die Erzieher bei den Alltagshelden ganz weit vorn, und ich wünschte mir, dass die Träger der Einrichtungen genauer hinschauen, wer da arbeitet und eigentlich geschützt werden sollte!

Andreas Pfeifer, Cottbus

Es ist sicher zu zeitig, um schon ein endgültiges Urteil zur Corona-Krise abgeben zu können. Aber ich denke, dass bisher hier in Deutschland alles richtig gemacht wurde.

Man sieht nun, dass schnelles Handeln, trotz föderaler Struktur der Bundesrepublik, möglich ist. Die ersten Kritiker melden sich schon, dass man mit dem Infektionsgesetz das Grundgesetz aushebeln konnte, da ja das GG höherrangig ist. Soll man denn wochenlang warten, bis eine Änderung des GG durch das Parlament und den Bundesrat beschlossen ist?

Sehr gut und einmalig im Bundestag und Bundesrat ist, dass die finanziellen Mittel, die zur Bewältigung der Krise notwendig sind, sofort von allen Parteien und Parlamentariern ohne Ausnahme beschlossen wurden. Und, die Bundesregierung hört auf den Rat der Experten. Das war ja bei der Energiewende und der Flüchtlingskrise 2015 leider nicht der Fall; sonst hätten wir so viele Folgeprobleme nicht.

Wenn die Corona-Krise vorbei ist und es mit der Wirtschaft wieder aufwärts geht, was schwer genug wird, befürchte ich, dass (...) „Fridays for Future“, „Ende Gelände“, die Antifa, Pro Asyl etc. wieder aus ihrer Deckung kommen (...).

Hofreiter von den Grünen hatte sich vor ein paar Wochen bei den „Aktivisten“ bedankt, dass die kommende CO2-Steuer so hoch ausfällt, mit den Worten: „Ohne euch hätten wir das nie erreicht.“ Wir brauchen in dieser Situation keine zusätzlichen Steuern, da Deutschland weltweit bezüglich der Umweltstandards sowieso Vorbild ist!

Ein zweites Problem bereitet mir ebenfalls Sorge: Dass sich Deutschland doch noch auf Eurobonds einlässt, das heißt auf die Verallgemeinerung der Schulden in der Eurozone. Frankreich fordert das schon seit Langem. Dann bräuchte Macron keine Generalstreiks seiner Bürger mehr fürchten, weil wir deren Sozial- und Rentensystem dann mitfinanzieren (Rentenbeginn mit 55 oder 60 je nach Branche, sichere Arbeitsplätze der Beamten, etc.).

(...) Es gibt genügend deutsche Politiker, welche diese Eurobonds wollen. Hoffen wir mal, dass sie sich nicht durchsetzen! Das gibt es ja im Privaten auch nicht, dass ein Freund auf Dauer die Schulden des anderen übernimmt.

Lothar Reich, Heideblick