Das Grundproblem ist das Verständnis der Journalisten über ihre Arbeit und eigentliche Aufgabe. Ich empfinde schon lange, dass man den Leser eher bekehren und formen will.

Bestes Beispiel sind die Äußerungen des Herrn Haustein-Teßmer. Weil seine Ansicht ganz wichtig und vor allem richtig ist. Für wen berichtet die LR eigentlich?

Ich denke, für ihre Abonnenten und damit zahlenden Kunden, welche nicht auf leere Textseiten und die persönlichen Ansichten „alleswissender” Journalisten mit den immer gleich gelagerten Kommentaren stehen.

Die Kurzinfo über die Preiserhöhung steht im Gegensatz dazu versteckt auf der zweiten Seite. Der Leser wird nämlich doch zum großen Teil für „dumpfbackig” gehalten. Es gibt eine reiche Meinungsvielfalt bei den Leserzuschriften, aber in der Redaktion sind scheinbar immer alle ähnlicher Ansicht.

G. Dehne, Fichtwald