Die Baggerbesetzung im Braun­kohletagebau finde ich eine ganz große Sauerei. Es ist doch nun festgelegt, dass die Braunkohle­verstromung in ein paar Jahren in Deutschland endet. Ich bin der Meinung, diese Verbrecher gehören ein Jahr eingesperrt. Wenn sie dann wieder rauskommen, sollte ihnen auch noch ein Jahr der Strom abgeschaltet werden, damit sie merken, dass die Energie nicht auf den Bäumen wächst. Aber wenn der (...) Richter zu ihnen, sagt: „Das, was sie da machen, ist aller Ehren wert“, dann verstehe ich den Rechtsstaat nicht mehr. Hausfriedensbruch ist keine Straftat, unter dem Deckmantel die Welt retten zu müssen. Das sollen größten Teils Studenten gewesen sein.

Was wollen die studieren, wenn sie nichts im Kopf haben. Mich würde sehr interessieren, was das alles gekostet hat – vielleicht kann die LR das mal recherchieren. Der Polizeieinsatz, die Verhandlungskosten, die zwei Monate Gefängnis, wenn es dazu kommen sollte. Wer bezahlt das alles? Das müssten die aus eigener Tasche bezahlen.

Falls sie zwei Monate eingesperrt werden, sind sie doch danach die größten Helden. Und dann geht es in das rheinische Revier, denn „das ist ja aller Ehren wert“. Prima Herr „Richter“. Und der Oberhammer, die mussten im kalten Polizeiauto sitzen. Auf dem Kohlebagger im Winter war es bestimmt schön warm.

Auch super, dass sich die Polizei noch rechtfertigen muss, weil die Umweltretter sich wahrscheinlich nicht freiwillig vom Tagebaugerät herunter begeben wollten.

Reiner Bresnick, Groß Kölzig