Der Konsum lautstarker Musik über Musikboxen ist vielerorts mittlerweile zu einer enormen Unsitte oder Jugendmode geworden. In Luckau besteht dieses Problem ebenfalls.

Allen Bürgern an öffentlichen Plätzen die Teilhabe an extrem lauter Musik – in Luckau meist „Schranz“ (elektronische Tanzmusik - Anm. d. Red.) zu ermöglichen, findet aus meiner Sicht sowohl die Grenzen im gegenseitigen Miteinander, aber auch im Ordnungswidrigkeitengesetz.

Egal, ob am Busplatz, Bebelplatz, Laga-Park, Marktplatz, Schanze, hier sind zumeist diese Musikboxen anzutreffen.

Aus der Ferne mag das vielleicht alles lustig oder nicht so schlimm erscheinen. Wenn man jedoch täglich diesem Lärm ausgesetzt ist (auch durch Wohnnähe), trübt sich das Allgemeinbefinden mit jedem Beat und somit mit jeder Stunde, die man abends länger zum Einschlafen benötigt oder einfach nur, um die kostbare Zeit, gemütlich im Stadtpark zu verweilen.

Ich appelliere daher an die betreffenden Jugendlichen und vielleicht auch deren Erziehungsberechtigten, bestimmte Verhaltensweisen für ein weiteres friedliches kleinstädtisches Miteinander zu überdenken.

Ferner appelliere ich an die sogenannte Exekutive, die laut Gesetz zur Verfügung stehenden Mittel des Rechtsstaates, passgenau anzuwenden.

Frank Kaminski, Luckau