Es ist gut, dass sich Cottbuser Bürger in Leserbriefen zu den Neubauten am Spreeufer äußern. Zeigt es doch das Interesse am Bild unserer Stadt.
Ich habe mich schon während der Bauphase gefragt, wie die Genehmigung für das überdimensionale Haus gegenüber den Gerber-Häusern und in Nachbarschaft der Stadtmauer gegeben werden konnte.

Spreeufer: Häuser passen farblich nicht ins Bild

Jetzt, wo es fertig ist, fällt auf, dass nicht einmal farblich eine Anpassung an Stadtmauer oder Parkhaus erfolgt ist. In einem Leserbrief wurde dies auch schon erwähnt. Wie es gehen kann, ist beim Betrachten des eG-Wohnen-Baus an der Franz- Mehring-Straße zu sehen, wo Neues mit Altem harmonisch verbunden ist.
Jetzt ist für die Mühlenstraße, das Kind in den Brunnen gefallen. Aber es ist nicht zu spät, eine Erklärung der verantwortlichen Behörden zu fordern. Es gibt eine Denkmalschutzbehörde in der Stadtverwaltung und es gibt das Gremium Denkmalbeirat.
In Letzterem sind unabhängige und sachkundige Ehrenamtliche tätig. Wann und wie waren sie zum Beispiel bis zur Baugenehmigung beteiligt? Es wäre jetzt eigentlich Aufgabe von Stadtverordneten, entsprechende Informationen einzufordern. Dies wäre eine gute, vorbeugende Maßnahme für zukünftige, ähnliche Projekte.
Heidemarie Konzack, Cottbus

Redaktioneller Hinweis


Im Leserbrief „Zu monströs für die Lage“, erschienen in der LR vom 5. Mai, der sich ebenfalls mit den Neubauten am Spreeufer befasst, ist uns ein Fehler unterlaufen.

In der Bildunterschrift heißt es, dass in den Neubau des Wichern-Komplexes elf Milliarden Euro investiert worden sind. Das ist falsch, es waren rund elf Millionen Euro.

Des Weiteren haben wir nicht eindeutig kenntlich gemacht, dass es sich bei dem gezeigten Bild nur um den damaligen Entwurf des Gebäudes und lediglich um eine montierte Grafik handelt.

Der tatsächliche Bau sieht (siehe das Bild in diesem Artikel oben) etwas anders aus als der Entwurf.

Wir bitten um Entschuldigung. Die Redaktion.