Wer der Meinung war, die zwei warmen und trockenen Sommer 2018 und 2019 hätten die grünen Gehirne ein wenig austrocknen lassen, irrt gewaltig. Der CO2-Preis auf Diesel, der schließlich auch die Landwirte trifft, reicht dem Chef der Grünen bei Weitem nicht.

Zertifikate auch für Landwirtschaft

Wer als Landwirt etwa glaubte, statt des Traktors wieder das Ochsengespann für das Beackern seiner Felder einzusetzen, wie vor 100 Jahren, wird eines Besseren belehrt. Er hätte zwar nicht einmal zehn Prozent seiner Flächen geschafft, aber für den persönlichen Bedarf und ein paar Bekannte hätte es sicher gereicht und die Städter kaufen ja ihre Lebensmittel ohnehin im Supermarkt.

Den Rest der Flächen überlassen wir einfach der Natur. Dabei hätte er nicht daran gedacht, dass diese Viecher ja auch klimaschädliche Gase produzieren, also solle für den Ausstoß von Treibhausgasen auch die Landwirtschaft Zertifikate kaufen oder aber Steuern .zahlen. Ein höherer Preis für treibhausgasintensive Produkte solle den Konsum reduzieren und das Klima entlasten. Soweit Robert Habeck.

Als die Obergrüne Annalena Baerbock in der Talkshow bei Maybritt Illner im Dezember 2018 verkündete, dass der Mensch neun Gigatonnen CO2 jährlich ausatmet; wollte ich vorschlagen, das mit Zertifikaten zu ahnden. Da könnte man eine Menge Geld einnehmen und dieses den Windanlagenbauern an den Hals werfen.

Undurchdachte Vorstöße

Nach dem neuesten Vorstoß der Grünen, würde ich mich nicht wundern, wenn das nicht eine neue Option wäre wie inzwischen alles in diesem Staat. Verbote auf allen Ebenen, Klimanotstand, Kraftwerke abschalten, aber kein Wort über eine bezahlbare Sicherung der Energieversorgung in unserem Land.

Als Nächstes werde ich ihnen ausrechnen, wie viele Kraftwerke mit stabiler Stromversorgung wir mit den für die bestehenden 50 000 Windanlagen verbrauchten Mengen an Beton, Stahl, Kupfer und anderen Materialien hätten bauen können.

Wolfram Friedrich, Altdöbern