Man muss diese Frau in ihrer Standhaftigkeit und den Verstand für die Probleme der Energieversorgung bewundern. Letztlich geht es nicht um die Arbeitsplätze alleine. Das kann man nicht einmal von unserem Ministerpräsidenten sagen, der sich von einer Medizinerin überzeugen ließ, das man keine Tagebau-Erweiterung mehr erlauben werde.

Kohle-Kompromis scheint löchrig

Was werden wohl noch für Eingriffe in die Vorschläge der Kohle-Kommission erfolgen. Können die monatelangen Verhandlungen von einer mit zehn Prozent an der Regierung beteiligten Partei einfach gekippt werden?
Es kann sich wohl jeder mit einem bisschen Verstand vorstellen, dass der Tagebau Welzow-Süd nicht bis 2038 betrieben werden kann, wenn keine Erweiterung und Umsiedlung von Proschim stattfindet. Für Heidemühl war das ja auch möglich.

Schmerzlich mag das für die Betroffenen schon sein, aber einige hatten sich wohl schon darauf vorbereitet und heute bleibt wohl keiner im Regen stehen, wie es Kausche und Neu-Heidemühl oder auch Horno beweisen.

Mit dem Anliegen der Grünen wurde doch bewusst der frühere Kohleausstieg durch die Hintertür betrieben. Also Frau Herntier, kämpfen Sie weiter, wozu ich Ihnen standhafte Mitstreiter wünsche.

Verbundsystem für Strom reicht angeblich

Die „Obergrüne“, Annalena Baerbock, ist gerade dabei ein neues, hochmodernes Steinkohlekraftwerk in Datteln, wofür bereits 1,5 Milliarden Euro investiert wurden, zu verhindern. Mal sehen, ob Vernunft oder Populismus siegen werden.

Aber gemäß (...) Frau Baerbock haben wir ja ein Verbundsystem für das Stromnetz, worin ausreichend Strom steckt. Bei mir geht jedenfalls das Licht aus, wenn ich den Schalter betätige. So dürfte das auch sein, wenn das Kraftwerk den Schalter umlegt und Sonne und Wind gerade nicht aktiv sind.

Wolfram Friedrich, Altdöbern