Sie schreibt zu den Beiträgen „Politik uneins – Schwimmhallenneubau in Spremberg: Zurück auf Anfang?“, LR vom 12. Juni, und „Streit um Schwimmhallen-Neubau: Warum Anlieger in Spremberg kritisch sind“, LR vom 15. Juni.
Demokratieverständnis leidet

Liebe Mitglieder der nächsten Generation (der Stadtverordnetenversammlung, d. Red.), mein Demokratieverständnis wurde erschüttert.

Seit 2014 wurde um ein Konzept für den Neubau der Schwimmhalle in meiner Heimatstadt Spremberg gerungen. Für Prüfung und Planung wurde Geld ausgegeben, der Standort neu bestimmt. Viele Menschen haben sich Gedanken gemacht, enthusiastisch für ein Konzept eines Sportzentrums in Spremberg gekämpft.
Im Jahr 2019 wurde durch die gewählten Stadtverordneten beschlossen, die Schwimmhalle im Kochsagrund zu errichten. Ein halbes Jahr später möchte die „nächste Generation“ diesen Beschluss kippen, rückgängig machen und wieder auf den Prüfstand stellen.  Welche Generation ist das, die die politische und kulturelle Entwicklung unserer Stadt stoppt? Weshalb nutzt ihr nicht eure politische Kraft und euer Engagement, um die Stadt zu entwickeln? Was wird aus dem Konzept eines Sportzentrums, welches Schwimmhalle, Freibad, Tennisanlagen, Leichtathletik und anderes mehr vereint? Weshalb blockiert ihr den Fortschritt? Weshalb stellt ihr mein Vertrauen in die Stadtpolitik dermaßen infrage?
Ich möchte vor der Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch, 17.  Juni 2020, Antworten erhalten.
Gabriele Kornisch, Spremberg
Anmerkung der Redaktion:

Der Bebauungsplan für den Ersatzneubau der Schwimmhalle oberhalb des Freibades Kochsagrund ist bezahlt. Die Fraktion Die Linke – SPD – Bündnis 90/Die Grünen führt nun  wieder die stets forcierte Innenstadt-Varian­te am Alexander-Puschkin-Platz ins Feld und reichte bereits einen Beschlussantrag bei der Spremberger Stadtverwaltung ein. Darüber soll morgen abgestimmt werden.