Will uns Herr Taubert in seinem Artikel sagen, dass ohne die Braunkohletagebaue nur 30 Prozent des jetzigen Wasservolumens in der Spree wären?

Die Wahrheit ist doch, dass sich um jeden Tagebau ein Grundwassertrichter von ca. 10-15 km im Radius bildet. Dieser dort fallende Niederschlag auf einer Fläche von ca. 300-700 km² wird natürlich, was nicht von der Vegetation aufgenommen wird, von den Pumpen des Tagebaus abgezogen und dann den Flüssen wie der Spree zugeführt. Ohne Tagebaue würden die oberfächigen Gräben und Fließe dieses Wasser direkt der Spree und Neiße zuführen.

Von wegen, die Lausitz hätte zu wenig Grund-Wasser: Muss nicht in einem technisch und finanziell aufwendigen Verfahren das Grundwasser dort, wo die Tagebaue längs geschlossen sind wie in Hoyerswerda und im Laugkfeld in Senftenberg abgepumt werden, damit Gebäude von ihm nicht angehoben werden beziehungsweise voll laufen? Vielleicht sollte die LR auch einmal darüber berichten!

Und wer den Angaben der Leag glaubt, der weiß natürlich seit Jahren, dass der Wasserverlusst im Pastlingsee, im Groß- und Kleinsee sowie im Pinnower See und anderen Gewässern nicht vom Tagebau Jänschwalde verursacht wird! Aber ganz uneigennützig hat sich diese bereit erklärt, diese Seen und das Quellgebiet des Schwarzen Fließes zu bespannen?

Und Herrn Platzeck im fernen Potsdam können Sie auch beruhigen, die Tagebaue werden nicht alle mit einem Mal geschlossen und befüllt. Das beste Beispiel ist der zukünftige Klinger See - da ist vor über 20 Jahren der Bagger weg und mit der Füllung hat sich noch immer nichts getan! Die Politik brüstet sich lieber mit einem stadtnahen Vorzeige-Ostsee, für den aufmerksamkeitheischend im Frühjahr das jetzt fehlende Stauseewasser verplempert wurde!!!

Gert Richter, Guben