Mit Interesse las ich den Kommentar zur Verkehrsplanung in Forst, bei dem auch die Beachtung des Umweltschutzes angemahnt wurde. Man glaubt mit Verkehrsberuhigung dem Umweltschutz zu dienen. Welche Erfahrungen haben wir aber damit gemacht?

Als die Spremberger Straße, die Berliner und die Cottbuser Straße erneuert wurden, hat man sie verengt, um den Verkehr zu beruhigen. Ein Überholen bei Gegenverkehr war nun nicht mehr möglich.

Wenn ein Bus, ein Postauto, ein Lieferauto oder einfach ein PKW für eine gewisse Zeit stehen bleiben, kommt der nachfolgende Verkehr zum stehen und es bilden sich immer wieder längere Schlangen. Gut gemeint, aber schlecht gemacht.

Die wartenden Fahrzeuge verbrauchen während dieser Zeit unnötig Kraftstoff, stoßen unnötig Schadstoffe aus, erhöhen die Lärmbelastung in der Stadt und letztendlich werden die Fahrer dieser Fahrzeuge unnötig genervt.

Wie wäre es, wenn unsere Schüler an den Freitagvormittagen im Rahmen eines Schulprojektes einmal diese Situation analysieren würden. Vielleicht könnten sie ermitteln, wie hoch die Schadstoffemission während dieser Wartezeiten ist, wie viel Kraftstoff bei den zusätzlichen Anfahrvorgängen verbraucht wird und wie viel Zeit die Verkehrsteilnehmer verlieren.

Wenn sie ihre Ergebnisse den Stadt- und Verkehrsplanern zur Verfügung stellen würden, wäre das vielleicht eine Hilfe für die Planung zukünftiger Projekte.

Franz Kretschmer, Forst (Lausitz)