Seit Beginn der Coronapandemie übertreffen sich die Nutznießer mit immer utopischeren Preisen, zum Beispiel für zusammengenähte Stoffreste, welche dann als „Community-Maske“ bezeichnet und zu Preisen von zehn, zwölf, 15 oder noch mehr Euro verkauft werden.

Über die Sinnhaftigkeit lässt sich sicher streiten, zumal viele Menschen nur eine Maske kaufen und diese nicht nach jedem benutzen waschen, sondern diese bis zum nächsten Einkauf im Beutel liegen lassen.

Nun hat bei der letzten Stadtverordnetenversammlung am 29. April auch unser Stadtverordnete Dr. Tilo Bisecke (SPD) diese Einnahmequelle für die Stadt Cottbus ins Gespräch gebracht, welche er über familiäre Kontakte aus Halle/Saale entdeckt hat.

Mit einem „lustigen“ Spruch bedruckt wie etwa „Ihr dürft nicht an die Ostsee, dann bleibt doch am Ostsee“, wird mit diesem „etwas höherwertigen“ Produkt sogar noch ein Geschäft gemacht, wie er sagt. Bisecke hat angeregt, dieses doch auch für das Cottbuser Stadtmarketing zu übernehmen.

Warum werden von Cottbus, vielleicht in Zusammenarbeit mit dem Land, nicht Masken, die wir nun verpflichtend in der Öffentlichkeit tragen müssen, kostenlos zur Verfügung gestellt, anstelle sich in die Reihen derer in diesem Land einzureihen und noch ein Geschäft daraus zu machen?

Detlef Paschke, Cottbus