Erst einmal: Hut ab vor der Arbeit von Frau Herntier. Sie ist als Bürgermeisterin in Spremberg tätig und leistet hat dazu noch eine umfangreiche Arbeit in der Kohlekommission. Sie kennt die Sorgen und die Probleme der Region ganz genau.

Sie benennt auch diejenigen, welche immer wieder lautstark die Abkehr vom Kohleausstiegstermin 2038 fordern. Es sind die Nichtregierungsorganisationen (NGO´s) welche immer wieder neue Forderungen aufmachen und gleichzeitig Panik vor einem Weltuntergang verbreiten. Unsere Regierung ist mittlerweile nicht mehr handlungsfähig ohne deren Mitsprache. Der Lobbyismus dieser Organisationen ist mittlerweile so stark geworden, das Massenmedien den ganzen Tag über Greta Thunbergs Wiederankunft in Europa zelebrieren und an deren Lippen hängen, um zu erfahren welche heilsbringenden Worte sie von sich gibt.

Die neugewählten SPD-Vorsitzenden unterbrechen einmal kurz ihren Parteitag und treten vor das Tagungsgebäude um sich dort mit Fridays for Future Teilnehmern zu unterhalten. Was soll das? Wie hörig sind unsere Politiker schon geworden?

Das alles bringt uns hier in der Lausitz nicht weiter, wenn wir nicht endlich die Umsetzung des Kohlekompromisses in Angriff nehmen. Die ständige Diskussion um Ansiedlungen und Teilansiedlungen von Ministerien zeigt an sich die Handlungsunfähigkeit unserer Politiker. Steuergestützte Arbeitsplätze sollten tabu sein. Die Bildung eines Forschungsinstituts in der Lausitz zu Fragen der Brennstoffzellentechnik ist ein ebensolches Beispiel. Das Prinzip der Brennstoffzelle stammt aus dem Jahr 1838 (!). Jetzt wollen wir anfangen zu forschen? Andere Länder haben dieses Prinzip schon vielfältig umgesetzt. Es wird in Pkw verbaut, in Gabelstablern, in Lkw und zur Heizung von Häusern verwendet. Nehmt endlich einmal Erfahrungen aus anderen Ländern auf und versucht nicht ständig etwas Neues zu erfinden!

Ich gebe Frau Herntier recht, das wir nicht panisch werden und uns auch nicht von anderen treiben lassen sollten. Aber endlich einmal richtig anfangen, das sollten wir.

Georg Hentschel, Lauchhammer