Als Gehbehinderter bin ich auf mein Auto und den E-Rollstuhl angewiesen. Den jetzigen Parkplatz für Behinderte an dieser Stelle finde ich persönlich unangemessen, denn die Mehrheit der Parker möchte sicher zur Sparkasse oder Apotheke.

Jedoch ist das Parken noch das kleinere Übel. Wenn ich mit meinen E-Rollstuhl durch Forst fahre kann ich nicht verstehen, dass an der Kreuzung Berliner Straße/Cottbuser Straße die Absenkungen für Rad- und Rollstuhlfahrer nur circa einen Meter breit sind. (...)

Mit Rücksicht auf die Radfahrer stehe ich vor einer neuen Barriere – dem Bordstein – und muss wieder reagieren. Noch drastischer erlebe ich das an der Kreuzung Bahnhofsstraße/Cottbuser Straße. Nach mehreren Telefonaten erhielt ich von der Stadtverwaltung die Auskunft, es handele sich in der Cottbuser Straße um die neue DIN, speziell für Blinde. Im übrigen Stadtgebiet und somit auch in der Spremberger Straße gelte noch die alte DIN.

Mich würde interessieren wie Blinde mit dieser Problematik generell klarkommen, ich kann ja noch sehen ob „alte“ oder „neue“ DIN! Mich würde aber vor allem interessieren, wie andere Gehbehinderte mit Rollator oder Rollstuhlfahrer diese Tatsachen wahrnehmen und deren Meinung hören; vielleicht können doch noch Nachbesserungen bedacht werden.

Rolf Riedel, Forst