Ich möchte ergänzend bemerken, dass die dort geäußerte Meinung zum Recycling der Rotorblätter nicht gerechtfertigt ist. Gotthard Lukas schreibt: „Was bürden wir mit den Windrädern der nächsten Generation unseren Kindern auf?“

Diese Frage ist bei den zuständigen Stellen unseres Landes bekannt und wurde durch das Umweltbundesamt (UBA) auch entsprechend bearbeitet. Das UBA hat darauf hingewiesen, dass es in den nächsten Jahren zu Engpässen beim Recycling von Rotorblättern kommen könnte, da bisher in Deutschland nur eine Firma auf diesem Fachgebiet spezialisiert ist.

Der Bundesverband Windenergie hat sich zu diesem Thema dahingehend geäußert, dass sich für weitere Unternehmen ein solches Geschäftsfeld nicht lohne, weil derzeit noch zu wenige Rotorblätter entsorgt werden müssen.

Meine Kritik richtet sich aber nicht nur an Herrn Lukas, sondern auch an die Redaktion der LR, die mit der fetten Überschrift und dem Hinzufügen eines Bildes die besondere Aufmerksamkeit des Lesers erreichen will für ein Thema, das es gar nicht gibt, welches aber einer in der Lausitz verbreiteten Kohlelobby in die Hände spielt.

Günter Seifert, Welzow