[...] Der LR ist offensichtlich entgangen, dass es Aufgabe von Gewerkschaften ist, sich für die Belange der Kollegen einzusetzen. Und die Damen und Herren der Polizeigewerkschaft sind durchaus in der Lage, sich die nötigen Informationen vor einer Stellungnahme einzuholen. Und: Das Bild war unnötig

Hat sich die LR eigentlich schon einmal gefragt, warum es kein Foto einer Gruppe Polizisten vor einer Wand mit der Aufschrift „Hoch lebe Ende Gelände“ gibt.

Bei aller Neutralität glaube ich kaum, dass sich ein Polizist nach den Ereignissen der letzte Jahre mit dieser Gruppe vor so einen Schriftzug setzen würde. Die Verfahren zu den Verstößen sind ja wohl immer noch nicht abgeschlossen.

Und hat sich die LR schon einmal gefragt, wie Polizisten solche Erlebnisse verarbeiten, Beschimpfungen und tätliche Angriffe ertragen obwohl sie ihre Gesundheit und auch ihr Leben für die Rechtsstaatlichkeit einsetzen.

Und was denken Polizisten wohl, wenn ihr Innenminister im RBB Gesetzesverstöße und die Verletzung von Polizisten einräumt und Stunden später die Gesetzesverletzer teilweise vermummt ohne Angabe von Personalien vom Tatort wegfahren lässt. (...)

Aber Beweise konnten ja auch nicht gesammelt werden, denn die Kriminaltechniker waren ja damit beschäftigt, Farbe von einer Wand zu kratzen. ­­­[Das ist falsch. Die Polizisten, die vor dem Schriftzug posiert hatten, sollten diesen entfernen und keine Kriminaltechniker. Letztere sind für die Spurensicherung an Tatorten zuständig. – Anm. d. Red.]

Was geht eigentlich in manchen Köpfen in Zeiten von Drogenkriminalität, Clankriminalität und Extremismus vor.

Und wer sollte eigentlich mit der Versetzung der Polizisten bestraft werden? Offensichtlich in der Vorweihnachtszeit die Familien, Ehefrauen und Kinder, die aufgrund der vielen Einsätze ihre Familienangehörigen sowieso schon selten sehen.

Und Vorsicht mit der Deutung von Kürzeln wie DC. Die Buchstaben finden wir auch in manchen Parteinamen. Dort bedeuten sie ja wohl christlich und demokratisch. Zumindest beim C habe ich da, wenn ich an die Bestrafung denke, so meine Zweifel. (...)

Hochachtungsvoll mit den besten Weihnachtswünschen und in der Hoffnung, das Sie nicht irgendwann in großer Not nach der Polizei rufen und keiner kommt – alle versetzt!

Dietmar Werner, Forst (Lausitz)