Herr Seifert versucht, die völlig zutreffenden Aussagen von Horst Böschow vom Unternehmerverband Brandenburg-Berlin in dessen Gastkommentar „Viel versprochen, schon gebrochen“ vom 18. Januar als Panikmache abzutun und mit Äußerungen wie „ … verkennt völlig die Ausgangssituation …“ zu diskreditieren.
Peinlicherweise behauptete Herr Seifert jedoch, dass die in Jänschwalde bereits gekappten 600 Arbeitsplätze erst 2038 frei werden würden und verbindet das mit „jährlich 5000 Zuwanderern aus Osteuropa“, was jeder Logik widerspricht.

Ganz unsinnig ist seine Behauptung, dass das vorgesehene Wasserstoffkraftwerk (es müsste eigentlich heißen: Wasserstoff-Speicherkraftwerk) in Schwarze Pumpe ebenfalls 600 Mitarbeiter wie der stillgelegte 500-Megawatt-Block in Jänschwalde einschließlich seines Anteils am Braunkohletagebau benötige.
(...) Das Wasserstoff-Speicherkraftwerk soll eine Leistung von zehn Megawatt (MW) haben. Und es funktioniert fast vollautomatisch und weitgehend digitalisiert, benötigt keine Kohlelieferung und somit Arbeitskräfte nur im zweistelligen Bereich.

Da ich ehemals als Elektromonteur in einem Braunkohle-Heizkraftwerk mit einer elektrischen Leistung von mehr als 25 MW tätig war, kann ich diese Relation quantitativ beweisen.
Dr.-Ing. Wolfgang Rasim, Forst/Lausitz