Sehr interessiert habe ich den Leserbrief von Peter Jähnel aus Cottbus gelesen, indem er beklagt, dass in öffentlichen Texten, auch in der LR, zu viele englischsprachige Begriffe verwendet werden. Er hat recht, meine ich.

Auch bei Liedtexten ist das so. Egal ob Antenne Brandenburg, Berliner Rundfunk oder RTL Berlin – es werden überwiegend englischsprachige Musiktitel abgespielt. Aber wir leben doch in Deutschland, wo bekanntlich deutsch gesprochen wird!

Es gibt zahllose deutschsprachige Musiktitel, die abgespielt werden könnten, ja sollten. Jetzt, im Bann der Corona-Krise, sind beispielsweise der Puhdys-Song „Alt wie ein Baum“ oder „Über sieben Brücken musst du gehen“ von Karat hochaktuell. Auch die Lieder von Alexandra, Udo Jürgens, Dirk Michaelis oder Holger Biege müssten öfter zu hören sein.

Dieter Lehmann, Falkenberg/Elster

Selten hat mich so eine Lesermeinung mit großer Freude vom Hocker gerissen. wie die von Herrn Peter Jähnel „Wo bleibt das Deutsch?“. Mich stört es schon lange, dass diese Anglizismen immer mehr unseren Alltag überrollen.

Ich beziehe schon seit mehr als 40 Jahren die LR, und die Verständlichkeit der Texte wird immer wirrer und für ältere Menschen unverständlicher. Sicher möge es ja schick und locker sein, wenn das Gespräch, die Unterhaltung oder der Text mit diesen umgangssprachlichen Anglizismen  eine bessere Ausstrahlung erhalten sollen.

Man ist ja schließlich weltgewandt und immer auf dem höchsten „Level“. Wir beklagen uns, dass unsere Kinder sich nur noch über das Handy in Wortkürzeln unterhalten. Einen guten deutschsprachigen Aufsatz kann ohnehin kaum noch jemand mit einer ordentlichen Handschrift verfassen.

Daumen hoch Herr Jähnel. Sie haben mir aus der Seele gesprochen.

Hartwig Zingelmann, Luckau

Der Leserzuschrift von Herrn Jähnel möchte ich voll zustimmen. Immer wieder ärgere ich mich in den Medien über die laufende Vernachlässigung der Sprache von Goethe und Schiller, die einst bewundert wurde.

Wie wäre es, wenn Medien, aber vor allen auch unsere führenden Politiker zur deutschen Sprache zurückfänden? Immerhin gibt es noch einen größeren Anteil in der Bevölkerung, der kein Englisch gelernt hat.

Ingrid Krumpelt, Cottbus