(...) Was ist das für ein armer Tropf, der sein verrostetes Auto teuer pflegt? Was ist das für ein Immobilienbesitzer, der erst nach fünf Jahren und nachdem er 870 000 Euro verplempert hat, merkt, dass sein Haus marode ist? Kann man oder will man nicht rechnen.?

Nach der so friedlichen Vereinigung von Uebigau und Wahrenbrück brach ein aus. Mit dem Rückgang der Schülerzahlen bot sich die Gelegenheit, diesen Kampf am Objekt ,,Schule" auszufechten.

Verbandsgemeinde Liebenwerda Eine neue Schule für Wahrenbrück?

Wahrenbrück

Man versuchte nicht zu Gunsten der Kinder beide Schulen zu erhalten. Aufwendige Gutachten sollten belegen, welcher Platz der bessere sei. Es wurde zumindest Gleichwertigkeit festgestellt, von manchen Stellen aber suggeriert, dass der Erhalt der Wahrenbrücker Schule preiswerter sei.

Die Uebigauer waren zu spät und zu leise

Vielen Uebigauer Bürgern, die ihre gut sanierte Schule mit gepflegtem Umfeld kannten, war das unglaubwürdig. Die Uebigauer erhoben ihre Stimmen erst sehr spät, zu spät und zu leise. Nach Wahrenbrück wanderten fortan nicht nur die Schüler sondern auch das Inventar.

Ich muss gestehen, dass ich die Arbeit an der Wahrenbrücker Schule immer ein bisschen bewundert habe, nicht wegen der Lehre sondern wegen der Freizeitgestaltung und weil sie von sich Reden gemacht haben. Manches Mal dachte ich, dass man in Uebigau an der Schule zu ruhig ist – vielleicht träumte oder gar schlief. Vorbei!

Wer schläft jetzt in unserer Doppelstadt? Wer geht so gedankenlos mit unserem Geld um?

Die Schließung der Uebigauer Schule hat die Bürger sehr viel Geld gekostet, ohne das Wohl der Kinder zu verbessern. In Wahrenbrück musste teuer saniert, in Falkenberg die Schule erweitert werden. Während man nun noch einen Neubau für sechs Millionen plant, steht in Uebigau ein komplettes Gebäude leer, ein gut saniertes Gemäuer, eben nur ausgeräumt.

Alles aus Machtgefühl und Patriotismus
Vor lauter Machtgefühl und vielleicht auch Patriotismus verhindert man sogar mit meines Erachtens unlauteren Mitteln den Aufbau einer Privatschule.

Und was passiert, wenn Liebenwerda mit gleichen Mitteln wie einst Wahrenbrück um Schüler kämpft? Sechs Millionen in den Sand gebaut! Das wollen nicht einmal die Uebigauer.
Wer hat da den Mathematik-Unterricht geschwänzt und wagt es, uns zu regieren oder zu verwalten?
Tief Luft holen und hoffen, dass es doch noch (...) Menschenverstand gibt!

Hannelore Winter, Uebigau-Wahrenbrück