In einem LR-Artikel von Eckart Gienke, dpa, wurde der Anteil zur weltweit verbrannten Kohle in Deutschland mit 1,8 Prozent beziffert. Das bedeutet, dass der Anteil bei drei  Kohlerevieren in der BRD im Lausitzer Revier weit unter einem Prozent  weltweit liegt. Für Jahrzehnte werden noch 75 Prozent fossile Brennstoffe zur Energiegewinnung für den wachsenden Strombedarf, vor allem in Asien, erforderlich sein. Aber wir wollen unsere Tagebaue in Jänschwalde und Welzow möglichst sofort schließen und Zehntausende gut bezahlte, direkte und indirekte Industriearbeitsplätze vernichten. Geht es nach der Deutschen Umwelthilfe und Grünen Liga, könnte das erste Szenario bereits in Kürze den Tagebau Jänschwalde treffen. Bei erfolgreicher Klage wären sofortige Kurzarbeit, Abfindungen (zahlt ja der Steuerzahler) und Kündigungen die Folge. Sicherlich wird das Urteil erst nach der Landtagswahl publik, denn kein Land der Welt betreibt Klimaneutralität auf Kosten von Arbeitsplätzen und steigt gleichzeitig aus der Atom- und Kohleverstromung aus. Vielleicht schaffen wir das, dass der Landkreis Spree-Neiße im bundesweiten Vergleich der Einkommen mit Görlitz gleichziehen kann und die noch wenigen guten Fachkräfte die Lausitz verlassen müssen. (...) Wie viel Unsinn wollen wir unseren Bürgern noch zumuten?  Mit diesen politischen Entscheidungen werden nur die Populisten gestärkt.  

Peter Michel, Drebkau