Ich muss mir heute einmal Luft machen! Da ich kein Auto besitze, bin ich in der Regel mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs. Aber jedes Mal, wenn ich an bestimmten Stellen die Kreuzung überqueren will, bin ich genervt. Der Grund: Wenn man nicht rechtzeitig die Ampel für „grün“ gedrückt hat, muss man noch eine ganze Phase warten, ehe man rüber kommt.
Besonders an der Kreuzung Karlstraße/Nordring muss man ständig warten. Warum werden die Grünphasen nicht automatisch für alle freigegeben? Und vor allem – warum muss ich dort nur in Nord-Süd-Richtung drücken, was ich in Ost-West-Richtung nicht brauche?
Ich fühle mich total benachteiligt gegenüber Autofahrern. Es wird doch ständig damit geworben, dass Cottbus eine fahrradfreundliche Stadt ist. Davon ist an solchen Stellen leider nichts zu merken.
Dagmar Brosiewski, Cottbus
Anmerkung der Redaktion: Wir haben die Frage an die Stadtverwaltung Cottbus weitergegeben. Der zuständige Fachbereich Grün- und Verkehrsflächen hat den Hinweis unserer Leserin kurzfristig geprüft und kann ihn positiv beantworten. „Da es in den verkehrsabhängigen Planungen die Möglichkeit zur Anpassung der Lichtsignalanlagen-Steuerungen an tatsächliche Erfordernisse gibt“, heißt es zur Begründung. Somit wird es künftig so sein: Die Steuerung an der Lichtsignalanlage Nordring/Karlstraße wird den Erfordernissen angepasst. Der Radfahrer und Fußgänger über den Nordring werde automatisch ohne gesonderte Anforderung mit dem parallel fahrenden Kfz freigegeben, erläutert der Fachbereich Grün- und Verkehrsflächen.