Dem Gastkommentar von Frau Herntier (...) kann ich ohne Einschränkungen zustimmen. Es ist wohltuend zur Kenntnis zu nehmen, dass endlich eine Politikerin, ohne jegliche Umschweife Klartext redet.

Die These: „Es gibt Lösungsansätze für das Gelingen der Energiewende“ ist nach meiner Auffassung, richtig.

Hinreichende Begründungen dafür gab es, wissenschaftlich fundiert, in der Vorlesungsreihe der BTU Cottbus-Senftenberg, von deren Inhalten die LR kürzlich umfangreich berichtet hat.

Fossile Brennstoffe sind endlich

Auch, ohne über wissenschaftliche Kenntnisse zu verfügen, sollte es jedoch jedem klar sein, dass unsere fossilen Rohstoffe, bezogen auf ihre Bestände, endlich sind und dass Klimaveränderungen, wie sie erdgeschichtlich zyklisch nachweisbar sind, bevorstehen.

In welchem Umfang diese Entwicklung vom Menschen beeinflusst und eventuell beschleunigt wird und vielleicht sogar zu einen irreversiblen Verlauf führt, bleibt der Beweisführung der Wissenschaft vorbehalten.

In jedem Fall, so meine Auffassung, sollte objektiv berichtet und argumentiert werden. Der häufig entstehende Eindruck, der aus den Inhalten des „Klima-Mainstreams“ resultiert, nämlich, dass Deutschland mit einem 2,5-prozentigen Anteil am CO2-Weltausstoß die Erde retten kann, gehört, aus meiner Sicht, nicht dazu.

Das bedeutet nicht, dass Deutschland keine Verantwortung hat – ganz im Gegenteil.

Mögliche Ansatzpunkte, vor allem technisch-technologischer Art, sollten die Diskussion, die nationale Forschung und Entwicklung und die Meinungsbildung durch die Medien bestimmen.

Das Know-how teilen

Dieses Know-how sollte den vielen, glücklicherweise zu Recht interessierten jungen Menschen, im Rahmen der „Fridays for Future“-Aktivitäten als späteres anwendungsbereites Wissen in der Zeit der freitäglichen Unterrichtsversäumnisse nachhaltig vermittelt werden.

Damit kann Deutschland auch mithilfe vieler Tausend junger Menschen tatsächlich wirksame Voraussetzungen schaffen, den Klimawandel nachhaltig zu beeinflussen – nämlich, indem anderen Ländern dieses Know-how zu deren Nutzung, zum Vorteil des Weltklimas, zur Verfügung gestellt wird.

Überlegen sollte jeder, ob uns die „PR-Aktionen“ in bekannter Form, dem gesteckten Ziel die Erderwärmung betreffend, tatsächlich näherbringen.

Hans Erler, Cottbus