Zum Beitrag „Jugend schleppt Steine im Gutspark“, LR Cottbus vom 17. Juni.

Ich möchte auf einige Unstimmigkeiten in besagtem Artikel hinweisen: Es ist richtig – der Gutspark (in dem die Werbener Jugend mithilft, den Gehweg mit Granitsteinen einzufassen, d. Red.) gehört zum ehemaligen Gutshaus Seydlitz. Dieses wurde aber nicht „gebaut, nachdem das alte mit einer wunderbaren Holzvertäfelung einem Brand zum Opfer fiel.“ Vielmehr wurde es bereits nach 1794 durch die Familien von Weißenfels / von Buchholz errichtet.

Es ist nur eines von ehemals fünf Werbener Gutshäusern und war bis Anfang der 1970er-Jahre Wohnsitz der Frau von Seydlitz, bekannt als „die Gräfin von Werben“. Nach deren Weggang wurde es vielfältig genutzt – als Arztpraxis, Zahnarztpraxis, Versammlungsort, Chorübungsraum – und enthielt im Obergeschoss auch Wohnungen. Leider wurde es zu DDR-Zeiten nicht richtig saniert. Erst lange nach der Wende bekam es nach aufwendigen Umbaumaßnahmen sein heutiges schmuckes Aussehen.
Bei dem genannten Gutshaus mit den Holzvertäfelungen handelt es sich um ein anderes Gebäude in einem anderen Gutspark (ehemals von Schönaich), das im Jahr 1802 erbaut und nach einer wechselvollen Geschichte tatsächlich abgebrannt ist.

Ursula Schmidt, Burg