Ob Stammtisch, Nachbarschaftsgespräche, politische, verkehrspolitische oder wirtschaftliche Foren: Das Negative überwiegt. Und wir stimmen alle zu.

LR vom 18. Februar („Nach Unfall Gleise abgesperrt): Vor über einem halben Jahr war ein Unfall am Fußgängerübergang in der Dresdener Straße zu Curie-Straße. Jetzt ist die Sicherheit für die Bürger erhöht worden. Der Übergang ist zu und gleichzeitig ist der Parkplatz am Ärztehaus/Sportzentrum versperrt worden.

Ich treffe viele, die seit Jahrzehnten diese Wege und Plätze genutzt haben und diesen Aktionismus nicht nachvollziehen können.

Und die Promenade an der Stadtmauer als Kampfbahn für Radfahrer und Fußgänger (Leserbrief „Stadtpromenade gefährlich“ vom 18. Februar). Warum muss dieser Weg als Radweg nutzbar sein?

Auf der anderen Seite der Straßenbahntrasse ist ein neuer Weg, der als Radweg vom Fußgängerverkehr getrennt nutzbar wäre.

Bei allen Entscheidungen geht es immer um Abwägungen und Informationen vor Entscheidungen oder Aktionen und um Lösungen für die Bürger.

Alle Entscheidungen oder Regelungen haben ihre Gründe für die kommunal Handelnden, werden jedoch nur akzeptabel, wenn es für die Bürger einen Nutzen bringt oder in der Konsequenz einem Konzept für die Gestaltung des Lebens in unserer Stadt erkennbar folgt.

Das ist für mich als Bürger bei diesen Beispielen und auch in der seit 30 Jahren vollzogenen infrastrukturellen Fehlentwicklung, die einer Großstadt nicht würdig ist, nicht erkennbar. Überwiegt also das Negative?

Nein. Es gibt Schönes, was es zu pflegen gilt. Unsere Theaterlandschaft in Cottbus ist dieser Stadt in seiner Vielfalt würdig, erhaltenswert und sollte stetig genutzt werden. Wir haben Kunstsammlungen, Museen und Galerien (...). Für Sport und Erholung gibt es in unserer Stadt Möglichkeiten.

In Teilen der Stadt wächst in Lücken und auf Brachen Neues. Ja, auch das sehen wir, wertschätzen wir es aber auch immer? Nehmen wir es als Verbesserung dieser Stadt bewusst auf?

Ich bin schon der Meinung, diese Veränderungen gilt es zu würdigen, sie als Basis positiver Entwicklung aufzunehmen und das den Mitbürgern auch anzutragen. Dabei darf es nicht darum gehen, Probleme wegzureden.

Aktiv in dieser Stadt zu leben bedeutet, diese auch in ihrer Entwicklung zu begleiten und von der Verwaltung zu Konzepten und Lösungen zu fordern. Nur gemeinsam sehen wir alles und nicht nur mit einem Auge. Für ein gutes, gemeinsames Leben in dieser, unserer Stadt.

Eckhard Rentzsch, Cottbus