(...) Ich habe durch Ihre Zeitung die Möglichkeit, mich über regionale, überregionale und internationale Vorgänge zu informieren und gegebenenfalls vertiefter zu recherchieren. Danke dafür.

Eines fällt mir jedoch immer wieder auf, und zwar, dass die einzelnen Beiträge nicht immer mit einer gendersensiblen Sprache durchsetzt sind.

Ich bin jedoch der Meinung, dass Sprache in Wort und Schrift, die individuellen Realitäten und Wahrnehmungen prägt und diese wiederum ihren Rückfluss in die gesellschaftliche Wahrnehmung. So stellt es auch die BTU in ihrem „ Leitfaden zur Anwendung einer geschlechtersensiblen Sprache an der BTU Cottbus–Senftenberg“ fest.

Sicherlich gibt dieser nur eine erste Auswahl an gendersensibler Sprache wieder, eine weitere Diskussion geeigneter Sprache die in Ihre Berichterstattung passt, müsste weiter eruiert werden.

„Das Handeln, Denken und Vorstellungsvermögen der Menschen wird durch die Sprache geprägt. So ist der Kulturwandel an den Hochschulen in Bezug auf die Durchsetzung der tatsächlichen Gleichstellung aller Geschlechter eng mit der Sprache verbunden.

Wenn wir nur von ‚Professoren’ und ‚Studenten’ sprechen, scheinen ‚Professorinnen’ und ‚Studentinnen’ und andere Geschlechtsidentitäten an der Hochschule nicht vorhanden zu sein.“

Als Beispiel aus der Lausitzer Rundschau soll der Beitrag „Mikrosensoren made in Cottbus“ (LR-Online, 27. November 2019) dienen. Es hätte auch ein anderer Artikel sein [können] (...)

Ein interessanter und wertvoller Artikel. Allerdings stolpere ich über die Worte „Wissenschaftler“, „Studenten“, „Professoren“, „Mitarbeiter“ und „Apotheker“. Ich kann mich als Frau nicht damit identifizieren und wünsche mir da eine ausbalancierte Wortwahl. (...)

Ich wünsche mir sehr, dass Sie sich dieses Themas annehmen.

Ich bin selbst Wissenschaftlerin und wünsche mir (...), dass es ganz normal (...) ist, von Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern oder Lehrenden zu sprechen. Dass es normal ist, dass es Wissenschaftlerinnen und Apothekerinnen gibt, und nicht nur in Artikeln, in denen es um Einzelpersonen geht.

Katharina Hübner, Cottbus

Katharina Hübner ist Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin M.A. und Akademische Mitarbeiterin an der BTU Cottbus-Senftenberg