Was beide so als Visionen von sich geben, kann einen nicht begeistern.

Beide reden von grüner Energie durch Solaranlagenausbau, Windkraftausbau, über die Verringerung der Abstände zu Wohnbebauungen, den Einsatz von Wasserstoff, den Einsatz von sogenanntem "grünem Wasserstoff", der Überbrückung mit Erdgas und sogar teilweise über eine dezentrale Versorgungsstruktur. Die dezentrale Versorgung sei weniger verwundbar als die Großkraftwerke.

Grünen-Chefin Annalena Baerbock Bundeswehr soll Leag-Hallen nutzen

Cottbus

Verstehen sie denn etwas von der Energieversorgung? Unsere Technik ist auf stabile Frequenzen angewiesen, und wer soll das dann dezentral regeln? Chaos ist hier doch vorprogrammiert.

Meines Wissens arbeitet die hier ansässige Leag an der Suche nach neuen Geschäftsfeldern. Frau Baerbock erlaubt sich zu behaupten, dass die RWE das gerade macht. So ein Satz ohne weitere Erläuterungen ist eine Beleidigung für unsere Lausitzer Unternehmen.

Aber vielleicht sollte eine solche unklare Aussage ein Grund sein (...), über den Tellerrand zu schauen und mal aus dieser Region mehr zu berichten. Unsere deutsche Kleinstaaterei hindert uns eben daran, von und über andere zu berichten.

Vielleicht können wir von anderen noch etwas lernen. Als grüne Politikerin sollte gerade Frau Baerbock nicht davon reden, hier in der Lausitz die Bundeswehr zu stärken. Aber sie gehört ja nicht mehr zu der Generation der Kriegsgegner.

Herr Günther behauptet in seinem Gespräch so beiläufig, dass die erneuerbaren Energien längst preiswerter als die Braunkohle sind. Einen Beweis liefert er aber nicht. Das würde mich gern einmal interessieren.

Er spricht später vom Aufbau von Reservekraftwerken, ohne konkreter zu werden. Was soll das denn sein? Sollen sie die sogenannte Brücke zum „grünen Wasserstoff“ sein? Die Energiebilanz der Wasserstofferzeugung wird einfach unter den Tisch gekehrt.

Günter Noatsch, Lübbenau