Mit einiger Verwunderung habe ich gelesen, dass die amtierende Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Stefanie Hubig, sich vorstellen kann, Jungen und Mädchen in Fächern wie Mathematik und Physik getrennt zu unterrichten.

Ist die Anzahl der Chromosomenpaare ausschlaggebend für naturwissenschaftliches Verständnis oder bedürfen Jungen einer besonderen Förderung, um in naturwissenschaftlichen Kategorien denken zu können? Entwickeln wir uns wieder zurück? Mädchen und Frauen zurück in die Küche und an den Herd?

Wofür haben Frauenrechtlerinnen wie Rosa Luxemburg und Käthe Kollwitz unter größten Schwierigkeiten gekämpft?

(...) Stefanie Hubrig ist in Rheinland-Pfalz Bildungsministerin! Wir, die wir das Bildungssystem der DDR durchlaufen haben, die als Frauen durchaus in den Naturwissenschaften mehr als nur „ihren Mann“ gestanden haben, fragen uns in diesem Fall: Was kommt als Nächstes?

Karin Lehniger, Ponnsdorf