Ist die geplante Stadthalle in diesen Zeiten noch „standesgemäß“?

Diese Frage stelle ich mir in Anbetracht der Millionen, die für dieses Bauwerk aufgebracht werden sollen.

Könnte man in dieser Notsituation der Corona-Krise nicht die gedachten Eigenmittel und Aufwendungen der Stadtwerke und Wohnungsgesellschaft für Unternehmen nutzen, die durch diese Krise in finanzielle Schieflage geraten oder von der Insolvenz bedroht sind?

Auch die Fördermittel wären zur Stütze der Wirtschaft sicher besser angebracht.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwierig die Beantragung von Fördermitteln ist. Und sind sie einmal bewilligt, müssen sie auch zeitnah ausgegeben werden.

Aber hier geht es um unsere Stadt. Ich bin Finsterwalderin aus tiefstem Herzen und freue mich, dass alle unsere Kinder nach Jahren wieder in ihre Heimatstadt zurückgezogen sind, um sich Existenzen aufzubauen und ihre Kinder hier aufwachsen zu lassen.

Doch ich möchte nicht erleben, dass sie das in einer sterbenden Stadt machen ohne Händler, Kneipen, Gaststätten und Sportvereine und vielem mehr.

Ich bitte die Verantwortlichen mal darüber nachzudenken.

Andrea Gollaneck, Finsterwalde