Es ist sehr schade, dass Falkenberger Stadtverordnete erst jetzt die Augen öffnen und feststellen, dass für freiwillige Aufgaben der Stadt Falkenberg/Elster und auch für die Ortsteile kaum oder vielleicht gar kein Geld mehr übrig bleibt durch so sehr schnell vollzogene Verbandsgemeinde Liebenwerda.

Eigentlich müssten insbesondere die Stadtverordneten, die seit Jahren dabei sind, wissen, dass die Stadt ja schon einmal so richtig finanziell geblutet hat.

Ich glaube 1992 wurde das Amt Falkenberg/Uebigau gebildet; die Probleme fingen an, weil die Amtsumlage für die damaligen Orte immer höher wurde, sie kaum noch freiwillige Aufgaben erfüllen konnten. Besonders die Stadt Uebigau kam mit der Geschäftsführung durch die Stadt Falkenberg/Elster nicht klar und im Jahr 2000 erfolgte die Auflösung des Amtes Falkenberg/Uebigau.

Erst waren die Kosten für die Zusammenlegung, insbesondere auch sehr hohe Personalkosten durch die Übernahme aller Beschäftigten sowie die Ausstattung der Feuerwehren auf einem einheitlichen Niveau und nach der Trennung wiederum erhöhte Kosten durch die Aufteilung der für das Amt angeschafften Technik und Ausrüstung.

In der letzten gemeinsamen Sitzung aller vier Stadtverordnetenversammlungen konnten keine konkreten Aussagen über Finanzen getätigt werden. Demgegenüber standen aber Aussagen über noch benötigtes Personal, insbesondere in hohen Entgeltgruppen, über die Mehrkosten durch Aufwandsentschädigungen, schon allein durch die Feuerwehren, die über Umbauarbeiten an den einzelnen Standorten und vieles mehr. Selbst die Aufwendungen für Fahrten zu den einzelnen Standorten werden recht hoch sein.

Von Bürgernähe wird da nicht mehr viel zu spüren sein. Selbst wenn in den Standorten Bürgerbüros vorhanden sein sollen, diese Mitarbeiter werden nicht in der Lage sein, einen Bürger so zu beraten, dass er zufrieden ist. Sie können die Anliegen auch nur an die jeweiligen Sachbearbeiter weiterleiten.

Die Stadt Falkenberg/Elster hat jahrelang super gewirtschaftet, konnte vieles realisieren – tolle Leistung – aber was jetzt kommen wird, ist für uns Falkenberger sicher nicht gut.

Sigrid Hofmann, Falkenberg